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Warum eigentlich ... sagt der Verbrauchscomputer im Auto nicht die Wahrheit?

Warum eigentlich ... sagt der Verbrauchscomputer im Auto nicht die Wahrheit?

Wolfgang Stegers
16.04.2014, 09:30 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Viele Anzeigen im Auto machen richtig Spaß sie zu beobachten. Ich schaue immer wieder gern auf meinen Benzinverbrauch. Er sagt mir, wie viel teuren Kraftstoffs ich verbrenne, wenn ich heftig Gas gebe oder entspannt cruise. Jetzt habe ich aber herausgefunden, dass die Anzeige mich anlügt – und das bewusst.


Als der Porsche Cayenne auf den Markt kam, hatte der damalige Chef Wendelin Wiedeking bestimmt, mehr als 30 Liter dürfe der Wagen nicht in seinen acht Zylindern verbrennen. Dabei ging es nicht darum, ob er wirklich mehr verbraucht oder nicht. Der Fahrer sollte es einfach nicht wissen dürfen. Die Anzeige war auf 30 Liter limitiert.

So wie viele Autos schneller als 250 km/h sind, so sollte der Fahrer im Unklaren gelassen bleiben, was sein Wagen wirklich schluckt, wenn er nach dem Kaltstart losfährt oder auf der Autobahn heizt. Also haben die Softwareingenieure ein entsprechendes Programm geschrieben. Gleichzeitig aber weiß der Bordcomputer um den tatsächlichen Verbrauch, um die Restreichweite zu bestimmen.

Verbrauch von durchschnittlich 30 Litern bei Porsche?


So ist es schwierig selbst bei einem Cayenne Turbo S die limitiert 30-Liter-Marke auf längerer Strecke zu halten. Etwas anderes ist es natürlich, wenn die Porsche Sportwagen Rennen bestreiten. Ein Elfer verbraucht dann auch im Schnitt deutlich mehr als 30 Liter und da heißt es mit ausreichend Reserve zu fahren.

Mercedes limitiert seine C-Klasse bei 20 Liter


Das Porsche Beispiel scheint Schule zu machen. Die neue Mercedes C-Klasse limitiert den Höchstverbrauch für den Fahrer auf 20 Liter. Mit den starken Benzinmotoren und bei entsprechenden Bergstrecken etwa ist es recht leicht diesen Verbrauch zu toppen. Geht es aber runter ins Tal, lässt sich der Konsum auf unter zehn Litern wieder drücken. Das weiß der Bordcomputer im Mercedes auch und passt die verbleibende Reichweite ständig an. Dem Fahrer wird es aber nicht mitgeteilt. Das Bordinstrument verharrt bei 20 Liter - obwohl es deutlich weniger, vielleicht aber auch mehr sind. OIst die eine Erziehungsmaßnahme von Mercedes oder ein Fehler in der Software?


Warum Autofahrer mit unwahren Verbrauchswerten bevormundet werden, ist mir schleierhaft. Ist es nicht vielmehr so, dass Fahrer erkennen, wie unterschiedliche Fahrweisen dramatisch unterschiedliche Verbräuche nach sich ziehen? Ich bin immer baff erstaunt, wie viel Benzin nach einem Kaltstart verbrannt wird. Da sind leicht 18 und mehr Liter zu sehen.

Start-Stopp-Automatik im Auto hilft sparen


Jedes Mal freue ich mich, dass, wenn sich schnell 12 Liter im Stadtverkehr einpendeln. Jetzt ist mein Ehrgeiz geweckt, selbst im Stop-and-Go-Verkehr unter zehn Liter zu erreichen. Ich beneide übrigens all jene Fahrer, die über Start-Stop-Systeme verfügen. Kurzfristig geht der Motor aus, um sofort mit dem Treten der Kupplung, dem Loslassen der Bremse oder beim Tritt aufs Gas wieder anzuspringen.

Übrigens, im Stillstand mit laufendem Motor ist der Verbrauch unendlich hoch. Heißt es doch Liter pro 100 Kilometer.

3 Kommentare

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Dies mal keine Volkswagenwerbung?
Bei negativen Berichten wechselt man ganz schnell zu anderen Marken.

Wie fährst denn du im Stadtverkehr? Ich brauche 6-7 Liter (D) in der Stadt mit einem großen Transporter (auch kein Volkswagen), und ich achte überhaupt nicht auf sparsame Fahrweise.
Auf der Autobahn ist das anders, aber da zieht auch ein Passat Diesel weit über 20 Liter, bei vollem Schub.
  • 02.04.2014, 16:33 Uhr
Die Wahrheit erkenne ich immer, wenn ich getankt habe, meinen Schnitt kurz ausrechne und in mein Fahrtenheft(keine Auflage) eintrage.
Das sind dann echte Tatsachen.
  • 20.04.2014, 22:27 Uhr
Mach' ich auch so.. Trotz allem hätte ich auch gerne einen realistischen und ehrlichen Bordcomputer OHNE Deckelung !!!
  • 04.05.2014, 18:28 Uhr
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