Laden ein das Fernweh zu stillen - Parade der neuen V-Klasse
Laden ein das Fernweh zu stillen - Parade der neuen V-KlasseFoto-Quelle: Mercedes/seniorbook

Shangri-La auf Rädern: Welches Wunsch-Auto für die Insel?

Wolfgang Stegers
Beitrag von Wolfgang Stegers

Träume wagen - Traumwagen. Haben Sie sich schon mal überlegt, welches Auto sie sich wirklich wünschen. Welches für ihr Leben am besten passt – jetzt, da sie über ihre Zeit frei verfügen können, sich Wünsche erfüllen möchten und Fernweh sich in ihre Träume einschleicht? Ich hätte da einen Vorschlag.

Die Frage, welches Buch, welche Musik man auf eine Insel mitnehmen würde, hat jeder sicher für sich schon öfter beantwortet. Aber welches Auto man eigentlich haben möchte, um damit seine Wünsche und Bedürfnisse abzudecken, ist schon schwieriger zu beantworten. Ist es der Sportwagen oder der Kombi? Fährt man besser mit einer Limousine oder lieber mit dem Cabriolet? Sind die Reize des geräumigen Vans größer oder begnügt man sich mit Car-sharing? Ist es am Ende ein Campingmobil um auf große Fahrt zu gehen und seine Träume zu leben?

Welche Träume bedienen welche Autos?


Je länger ich darüber nachdenke, umso stärker reift die Erkenntnis, dass Autos wie der VW-Bus oder die Mercedes V-Klasse meinen Bedürfnissen und Träumen am meisten gerecht werden – auch wenn die anderen können noch so sehr mit ihren Reizen locken. Aber Platz zu haben ist ein großer Luxus. In Großraumlimousinen herrscht kein Platzmangel.

In ihnen lässt sich je nach Ausstattung auch mal übernachten. Auf jeden Fall kann die Ausrüstung für Freizeit und Sport bestens verstaut werden. Mit Allrad versehen, sind winterliche Verpflegungsfahrten in die Wochenendhütte kein Problem. Gleichzeitig sind sie auch nicht länger als ein Fünf-Meter-Kombi, um sie in Parkhäusern oder am Straßenrand abzustellen. Und mit einer Höhe von unter zwei Metern passen sie in die Normgarage. Ein Automobil also für jeden Tag und gleichzeitig aber auch zum Stillen des Fernwehs.

Die modernen Freizeit- und Alltagsautos


Solche Allzweckautos haben den Habitus des karg ausgestatteten Kleinstlastwagens längst abgelegt. Von den Limousinen haben sie die Motorisierung und die Innenausstattung übernommen, von den Transportern die Raumökonomie. Es ist das Beste zweier Welten, wie der weltgrößte Lastwagenhersteller und älteste Autobauer meint. Mercedes hat bei seiner neuen V-Klasse das Cockpit und Armaturenbrett seiner S- und C-Klasse hineingepackt.

Frei stehender Bildschirm, Bedienung über das Touchpad und die Eleganz fein geschwungener Linien lassen ein völlig neues Wohngefühl aufkommen. Chromblitzende Schalter, holzgetäfeltes Armaturenbrett, eine Bedienung wie in der Luxuslimousine samt den weichen Ledersitzen, Teppichboden und der High-end Musikanlagen verstärken den Eindruck. Car-Cocooning, das Wohnen im eigenen Auto ist in den ehemaligen Lieferwagen eingezogen.

Volkswagen dieses Lebensgefühl mit seinem VW-Bus Multivan seit Jahren bedient: Der Bus für Kaliforniens Surfer, für die Hippies auf dem Weg nach Indien, für Abenteurer auf der Fahrt durch die Sahara und Vagabunden hin zum Irgendwo. Aber es sind auch die kleinen Fluchten in Wochenende oder zum in den Zwei-Wochen-Urlaub, die mit solchen Gefährten unternommen werden, ohne sich ins große Abenteuer zu stürzen. Ist der VW-Bus T5 noch eher spartanisch ausgestattet, übertrifft ihn der Rivale aus Stuttgart nun deutlich.

Das Auto als Sehnsuchts- und Zufluchtsort


So viel opulenter Luxus gepaart mit einer Vielzahl von bis zu elf Assistenzsystemen für passive wie aktive Sicherheit hat bei den Transportern noch nicht gegeben. Es erinnert mich an die Kombis, die im Laufe der Jahre zu edlen Lifestyleautos reiften. Dabei kommt das Praktische nicht zu kurz. Die geteilte Heckklappe mit aufstellbarer Scheibe erlaubt die schnelle Beladung. Die Sitze lassen sich auf Schienen individuell verschieben oder schnell ausbauen. Nahezu kein Wunsch bleibt offen.

Verzichten aber muss ich auf das zweisitzige Cabriolet, den spurtstarken Sportwagen oder Aber mit einem VW-Bus oder der V-Klasse von Mercedes kann ich mich treiben lassen – frei und unabhängig und wen es sein muss bis zur einsamen Insel im Irgendwo – Shangri-La auf Rädern.