Auf langen Reisen brauchen große Hunde ausreichend Platz und Pausen
Auf langen Reisen brauchen große Hunde ausreichend Platz und PausenFoto-Quelle: ws/seniorbook

Mit Vierbeinern unterwegs: Pass für Hund & Katz und Mikrochip unterm Fell

Wolfgang Stegers
Beitrag von Wolfgang Stegers

Das grenzenlose Europa und das Europa ohne Schlagbäume, Zollbeamte oder Passkontrolle genießen wir. Ist der Kofferraum voll mit Lambrusco und Chianti geladen, sind die Lunchpakete mit Salami und Parmaschinken belegt, muss man heute bei der Rückfahrt aus Italien am Brenner die pingeligen Zöllner fürchten.

Sie haben schon manche gefilzt und waren sich auch nicht schade, die Einfuhrt von Pausenbroten zu verbieten. Diese Gedanken muss man sich bei den Grenzübertritten heute nicht mehr machen.

Der EU-Heimtierausweis


Vergessen wird aber häufig, wenn Bello oder der Stubentiger mitfahren. Natürlich ist Der Hund angerschnallt, wie es Pflicht ist. Hund und Katz müssen ihre Pässe mitführen. Der Hunde-Katzen-Pass der EU ist ein Heimtierausweis, ausgefüllt vom Tierarzt. Angaben über das Tier, Alter, Rasse sind vermerkt sowie die notwendigen Impfungen, insbesondere gegen Tollwut. Die letzte muss 21 Tage vor Grenzübertritt erfolgt sein. In Finnland, Großbritannien, Irland und Malta ist bei Hunden zusätzlich eine Behandlung gegen Bandwürmer Pflicht.

Das wichtigste ist aber der Chip unter der Haut. Seit Sommer 2011 müssen sich Vierbeiner, Hunde wie Katzen, mit einem Mikrochip unterm Fell ausweisen können. Eine zuvor angebrachte, gut lesbare Tätowierung (meist im Ohr), wird auch anerkannt.

Nicht-EU-Länder wie USA und Kanada


Nicht-EU-Länder haben länderspezifische Besonderheiten. Die EU-Regeln übernommen haben die Schweiz und Liechtenstein, hier genügen Mikrochip, EU-Heimtierausweis und Tollwutimpfung. Bei der Wiedereinreise aus Ländern wie Norwegen, der Schweiz, Australien, den USA und Kanada gelten die gleichen Bestimmungen wie innerhalb der EU. Ansonsten muss noch vor der Abreise in Deutschland ein Tollwut-Antikörpertest durchgeführt werden. Dieser darf frühestens 30 Tage nach der Impfung stattfinden.

Mit diesen Dokumenten versorgt, müssen sie keine Unannehmlichkeiten befürchten. Aber Vorsicht mit dem Salamibrot.