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Bittere Punkte auch für Radfahrer: Von 5 Euro Bußgeld bis zum Radfahrverbot

Bittere Punkte auch für Radfahrer: Von 5 Euro Bußgeld bis zum Radfahrverbot

Wolfgang Stegers
08.05.2014, 09:28 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Willkommen auf Rudis Restrampe und der Miniaturausgabe des neuen Bußgeldkatalogs. Der Punkteatlas für Fahrradfahrer ist die Blaupause des der Autofahrer – nur alles viel billiger und eine Nummer kleiner. Das bedeutet weniger Punkte, geringere Bußgeldgelder. Aber Vorsicht, es kann ganz schön teuer werden. Denn auch der Führerschein - falls vorhanden - ist davon betroffen. Selbst das Verbot Fahrrad zu fahren kann ausgesprochen werden.

Freihändig am Lenker


Nicht nur Auto-Drängler und notorische Zu-schnell-Fahrer müssen blechen, auch Radl-Rambos geht es verstärkt an den Kragen, sprich an Geldbörse und Punktekonto. Es gibt einen eigenen Bußgeldkatalog für Radfahrer. Denn welches Auto braucht eine Klingel (15 Euro ohne), bei welchem ist freihändig fahren verboten (5 €)? Allerdings darf man auf dem Fahrrad seine Lieblingsmusik mit Kopfhörern in beiden Ohren hören. Zehn Euro sind nur dann fällig, wenn der Straßenverkehr nicht mehr ausreichend wahrgenommen wird. Übrigens gilt dies auch für Autofahrer. Bei rollenden Diskotheken sind 20 Euro fällig.

Der Bußgeld- und Punktekatalog für Fahrradfahrer

Der amtliche Bußgeldkatalog führt nicht sämtliche Ordnungswidrigkeiten von Radfahrern einzeln auf. Alle Verkehrsverstöße, für die Kraftfahrer eine Strafe von 35 Euro zahlen, halbieren sich bei Fahrradfahrern und Fußgängern. Falls der Bußgeldkatalog nichts anderes vorsieht, ist ein Verwarnungsgeld von 15 Euro fällig. Wer den amtlich beschilderten Radweg nicht benutzt und stattdessen auf der Straße fährt, zahlt mindestens 20 Euro. Das gilt auch für Rennradfahrer. Werden andere behindert (25 €), bei Gefährdung (30€), mit Unfallfolge oder Sachbeschädigung 35 €. Das Benutzen eines nicht vorschriftsmäßig ausgestatteten Fahrrads, wird mit 80 Euro geahndet. Dabei sind batteriebetriebene Lampen erlaubt und können den Dynamo ersetzen.

Bei Rot über die Ampel


Bei Rot über die Ampel ab 60 Euro. Wenn die Ampel länger als eine Sekunde Rot zeigte 100 Euro plus einem Punkt. Wenn es zu einem Unfall gekommen ist, 180 Euro plus einem Punkt.

Richtig teuer selbst für Radfahrer wird das Durchfahren geschlossener Halbschranken an einem Bahnübergang. 350 Euro und zusätzlich 2 Punkte im Flensburger Register.

Fahren über den Zebrastreifen


Auf dem Zebrastreifen haben Radfahrer keineswegs die gleichen Rechte wie ein Fußgänger. Das gilt nur, wenn sie absteigen und das Rad schieben. Wer mit dem Rad quer über die Zebrastreifen fahren will, muss den Autos die Vorfahrt lassen. Tut er es nicht und kommt es zu einem Unfall, kann er eine Mitschuld tragen. Ein Fahrverbot für Zebrastreifen (quer) gibt es nicht, so lange Radfahrer zu ihnen legal hinfahren. Verboten ist über den Bürgersteig zu fahren und fahrend den Zebrastreifen zu queren.

Radfahren nach Alkoholgenuss


Das Radfahren im betrunkenen Zustand ist keine Ordnungswidrigkeit sondern eine, wie schon mehrmals hierbei Seniorbook darauf hingewiesen, eine Straftat. Die absolute Fahruntauglichkeit beginnt hier bei 1,6 Promille. Die Grenze kann aber auch niedriger angesetzt werden, wenn eine absolute Fahrunsicherheit mit Ausfallerscheinungen, Fahrfehlern oder einem Unfall festgestellt wurde. Dann kann der Radfahrer auch vor Gericht angeklagt werden.

Auch das Radfahrverbot kann drohen


Ab 1,6 Promille Alkohol im Blut wird die Straßenverkehrsbehörde außerdem eine medizinisch-psychologische Untersuchung, MPU, verlangen. Die Polizei darf den Führerschein nicht kassieren. Abhängig vom Ergebnis MPU (durchgefallen, verweigert) wird die Fahrerlaubnis für Kraftfahrzeuge aufgehoben und damit der Führerschein eingezogen. Es ist sogar möglich ein Radfahrverbot anzuordnen.

10 Kommentare

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Ja, ich würde mal sagen.
"Nei war es so wichtig sich an Verkehrsregeln zu halten".
Wer Rücksicht nimmt hat ganz klar Vorteile!
Ich finds richtig und wichtig, das mit der Ampel und so.
Aber manches ist auch übertrieben.
Falsche Seite Fahrradweg und kurze Strcken auf dem Gehweg z.B. Ich finds nicht so schlimm wenn immer auch auf den Scwächeren Rücksicht genommen wird
Lieben Gruß aus Köln Porz-Urbach

Monika
  • 08.05.2014, 16:23 Uhr
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Das war dringend erforderlich und zwingend notwendig. Bleibt nur zu hoffen, dass die Biker das auch lesen und sich "verkehrsgerecht" verhalten. Ich fahre beides: Auto und Rad und kenne auch das Fehlverhalten mancher Autofahrer.
  • 08.05.2014, 13:20 Uhr
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Solche punktekataloge sind ja alles recht und schön, nur sie werden zu wenig durchgesetzt bei auto- und radfahrer.
die tageszeitungen schreiben immer wieder von unfällen durch falsch fahrende radfahrer, aber sie werden nicht weniger, im gegenteil es werden nur die ausreden noch blöder oder gar aggressiv.
  • 08.05.2014, 11:57 Uhr
Doris ich weiss, hier in münchen ist es auch so, wir hatten 4 politessen jetzt nur noch eine, aber die kommt nicht nach alle strassen zu prüfen. nur die notorischen falschparker die kümmern sich schon lange nicht mehr um verkehrsschilder, kommt ja eh niemand zum kontrollieren. genau genommen könnte man die schilder auch einsparen, schaut ja keiner an.
  • 08.05.2014, 16:03 Uhr
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Das finde ich alles sehr interessant, sollte man so manchen vorlegen....
Aber weißt du eventuell auch die Regelung imKreisverkehr??? Hier streiten sich die Geister und jeder sagt was anderes!
  • 08.05.2014, 10:16 Uhr
beim einfahren in den kreisverkehr ist kein blinken erforderlich sogar falsch. der im kreisverkehr fahrende hat vorfahrt, wenn man den kreisverkehr verlässt muss man blinken und zwar vor der abzubiegenden strasse
  • 08.05.2014, 11:53 Uhr
Hmm mein rad hat noch keinen Blinker
  • 08.05.2014, 13:27 Uhr
dann musst du eben mit der hand die richtung anzeigen, aber vom ablauf her ist es mit dem rad nicht anders wie mit dem auto. ausser es ist ein radweg vorhanden, dann solltest nur darauf achten das dich abbiegende autos nicht über den hauffen fahren
  • 08.05.2014, 13:35 Uhr
Und für die gibt es anscheinend besondere Regelungen
  • 08.05.2014, 13:41 Uhr
nein, sind die selben regeln
  • 08.05.2014, 13:43 Uhr
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