Warum eigentlich ... verwenden wir so wenig Mühe, wenn wir das Auto beladen?
Warum eigentlich ... verwenden wir so wenig Mühe, wenn wir das Auto beladen?Foto-Quelle: © Gorilla - www.Fotolia.com

Warum eigentlich ... verwenden wir so wenig Mühe, wenn wir das Auto beladen?

Wolfgang Stegers
Beitrag von Wolfgang Stegers

Ich gestehe es macht mit total nervös und narrisch beim Autofahren, wenn beim Bremsen oder in der Kurvenfahrt, eine leere Pet-Flasche hinter dem Sitz auf dem Boden kullert oder auf der Rückbank Taschen rutschen und im Kofferraum irgendetwas rumpelt. Dann wage ich schon gar nicht mehr hart zu bremsen oder flott durch die Kurve zu fahren, aus Furcht, es könnte mir etwas um die Ohren fliegen oder unter die Pedale gelangen.

Am schlimmsten, wenn die Fliehkräfte die Einkaufstüten leeren und sich die Lebensmitteleinkäufe während der Fahrt gleichmäßig im Auto verteilen – samt aufgeplatzter Buttermilchbecher und herumfliegender Erdbeeren.

Was bei den Profis Ladungssicherheit heißt, die schaukelnden Schweinehälften im Kühllaster ebenso betrifft wie mit Spanngurten festgezurrte Kisten, ist auch in Personenwagen ein Thema – leider unterschätzt und zu wenig beachtet. Gerade jetzt, zur beginnenden Urlaubszeit, sind einige Tipps von hilfreich und können Ärger vermeiden.

Grundsätzlich gilt, Schweres auf den Fahrzeugboden (tiefer Schwerpunkt), nahe der Hinterachse, keine Lücken lassen und auch leichte Dinge vor dem Verrutschen sichern. Gurte, Netze, Gitter (bei Kombis) helfen da sehr und sind mittlerweile auch Teil der Fahrzeugausstattung. Hilfreich ebenso beim Aus- wie Einladen sind Transportkisten. Sie schaffen auch Ordnung.

Wie viele Kilos darf man eigentlich einpacken?


Es hat noch nie geschadet, weniger mitzunehmen als zu viel. Denn eins ist klar, das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs darf nicht überschritten werden. Um das Gewicht eines Fahrzeugs und auch sein zulässiges Gesamtgewicht zu erfahren, genügt ein Blick in den Fahrzeugschein. In der ab 2005 gültigen Zulassungsbescheinigung umfasst das Leergewicht im Feld G („Masse des in Betrieb befindlichen Fahrzeugs in kg Leermasse“) hierbei das Fahrzeug inklusive vollem Kraftstofftank, Fahrergewicht (75 Kilogramm), Bordwerkzeug, Ersatzrad, Verbandkasten und Warndreieck.

Unter F1 im Fahrzeugschein findet sich die „Technisch zulässige Gesamtmasse“. Wenn man nun von der zulässigen Gesamtmasse aus F1 die Leermasse des Pkw aus Feld G abzieht, erhält man die mögliche Zuladung. Allerdings muss man darauf achten, dass die Passagiere mit Ausnahme des Fahrers mitgezählt werden müssen.

Dachgepäckträger


Reicht der Gepäckraum innen nicht aus, bieten Dachgepäckträger eine sinnvolle Alternative. Dabei unbedingt darauf achten, dass die zulässige Dachlast nicht überschritten wird. Das gilt auch für den Dachträger selbst: Er sollte für die Dachlast geeignet sein und nicht überlastet werden.

Gleiches gilt auch für die Fahrradträger und den Transport der Bikes. Hier unbedingt auf fest Verzurrung achten. Fahrradkörbe gehören abgenommen und im Kofferraum verstaut und wer seinen wertvollen Ledersattel vor Nässe schützen will, sollte ich abnehmen und nicht mit einer im Fahrtwind flatternden Plastiktüte schützen wollen.

Schlagseite und Kurvensicherheit


Ein großes Sicherheitsrisiko für die Fahrt mit Lasten ist das Verstauen von zuviel Gepäck an den falschen Plätzen. Übergewicht und Schlagseite machen jedes Auto manövrierunsicher. Oft braucht es dann nicht mal mehr eine brenzlige Situation, damit das Fahrzeug außer Kontrolle gerät. Scharfes Bremsen oder ein bisschen zu schnell in die Kurve und das Fahrzeug wird unkontrollierbar.

Mit dem guten Gefühl, alles sicher verpackt zu haben, muss man sich auch nicht vor dem harten Bremsen fürchten. Da fliegt einem dann nichts um die Ohren oder durch die Windschutzscheibe.