Eines der größten Ereignisse des Breitensports: Rad am Ring
Eines der größten Ereignisse des Breitensports: Rad am RingFoto-Quelle: Rad-am-Ring

„Rad am Ring“: Mit dem E-Bike das 24-Stunden-Rennen für Radler am Nürburgring

Wolfgang Stegers
Beitrag von Wolfgang Stegers

Mit dem Fahrrad durch die „Grüne Hölle“. Die legendäre Rennstrecke in der Eifel ist alljährlich auch Mekka der Radsportler. Das 24-Stunden-Rennen Ende Juli über den 25-Kilometer-Kurs ist die „Tour de France“ für engagierte Hobbyradler. Zum ersten Mal dabei, Pedelecs. Sie müssen eine besonders schwierige Streckenvariante bewältigen, vor der selbst hochgezüchtete Rennwagen geschont werden.

Aller guten Dinge sind drei: Es gibt „Rock am Ring“, ferner das 24-Stunden Rennen am Nürburgring für Rennwagen und es gibt „Rad am Ring“. Alljährlich quälen sich engagierte Hobbyradler durch die Grüne Hölle in der Eifel. Das Kult-Event „Rad am Ring“ am Nürburgring ist eines der größten Breitensport-Happenings und hat seit 2003 einen Spitzenplatz im europäischen Radsport erobert. Die Veranstalter erwarten insgesamt mehr als 10.000 Teilnehmer und zusätzlich rund 15.000 Besucher. In diesem Jahr kommen auch eBike-Fans auf ihre Kosten. Rad am Ring wird am 26. Juli 2014 um eine eBike-Variante erweitert: Das „24h-eBike-Rennen – epowered by Bosch“ feiert seine Premiere.

„Dank technischer Innovationen bei den Antriebssystemen sind E-Bikes heute bestens für den sportiven Einsatz gerüstet und faszinieren immer mehr junge und aktive Leute. Nun wird auch bei ‚Rad am Ring’ die sportliche Seite der Pedelecs erlebbar“, sagt Claus Fleischer vom Sponsor Bosch und verantwortlich für eBike Systeme.

E-Bikes auf der berüchtigten Steilstrecke mit 27 Prozent Steigung


An den Start gehen werden ausschließlich Vierer-Teams. Zugelassen sind Pedelecs mit unterschiedlichen Antriebskonzepten, die maximale Antriebsunterstützung liegt bei 25 km/h. Eine Runde über die Grand-Prix-Strecke und Nordschleife misst in der „E-Bike-Version“ rund 25 Kilometer und hält außer knapp 80 Kurven auch mehr als 500 Höhenmeter bereit. Im Gegensatz zur Rennrad- und MTB-Variante fahren die E-Strampler auch über die „Steilstrecke“ mit 27 Prozent Steigung. Auf dem Anstieg Richtung „Hohe Acht“ wird der elektrische Rückenwind zur vollen Entfaltung kommen – und das einzigartige E-Bike-Fahrgefühl besonders spürbar machen.

Härtetest für Teams und Technik


Doch elektrischer Rückenwind allein wird für das Siegertreppchen nicht ausreichen: Individuelle Muskelkraft, Kondition und Ausdauer entscheiden letztlich, welches Team am Ende die Nase vorne hat. So erfordern kurvige Bergab-Passagen und anspruchsvolle Steigungen außer der technischen Unterstützung auch physische Power und fahrerisches Geschick. Bei knapp 30 Prozent Anstieg werden auch die E-Bike-Rennteilnehmer den Spitznamen „Grüne Hölle“ verstehen, den Formel 1-Legende Jackie Stewart der Rennstrecke in den 70er-Jahren verlieh. Zusätzlich macht die 24-Stunden-Dauer das E-Bike-Rennen für Fahrer, Teams und Technik gleichermaßen zu einem aufregenden Härte- und Dauertest.

Unmittelbar an der Rennstrecke ist jedem Elektro-Team eine Parzelle im Grand-Prix-Fahrerlager zugewiesen. Ein eigenes Service-Zelt steht den Fahrern zur Erholung von Mensch und Maschine zur Verfügung. Alle Teilnehmer können ihre Akkus direkt an ihrer Parzelle aufladen.

Großer Jahrmarkt für die Besucher


Im Herzen der Veranstaltung, auf dem Freigelände im Fahrerlager hinter der Boxenanlage, wird außerdem ein großer Jahrmarkt und eine Ausstellung rund um die Themen Rad, Reisen und Zubehör stattfinden. Besucher haben zudem die Möglichkeit, im Bereich der Müllenbachschleife auf einem 1,4 km langen Rundkurs und zusätzlichen Offroad-Passagen, Elektroräder ausgiebig zu testen und das einzigartige Fahrgefühl für sich zu entdecken. Der Besuch von Expo-Gelände und Testparcours ist für alle Zuschauer und Teilnehmer kostenlos.

Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, eine neue Generation Fahrräder erobert Stadt und Land und gehört bereits heute zum Alltagsbild: Pedelecs (Pedal Electric Cycles) sind ein modernes Fortbewegungsmittel für moderne Menschen. Für Schnelle und Gemütliche, für Fitte und Bequeme, für Pendler und Genussradler, und natürlich für Alt und Jung.

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