Da sieht mancher Autoverkäufer alt aus: Frauen wissen was sie wollen und sin ...
Da sieht mancher Autoverkäufer alt aus: Frauen wissen was sie wollen und sind verhandeln knallhartFoto-Quelle: Aral/seniorbook

Knallhart verhandeln, hohe Rabatte erzielen: Frauen sind die besseren Autokäufer

Wolfgang Stegers
Beitrag von Wolfgang Stegers

Eiskalt kalkulieren, knallhart verhandeln und konsequent bei enttäuschten Erwartungen: Typisch Mann? Zumindest nicht beim Autokauf. Die neueste vom Mineralölkonzern Aral in Auftrage gegebene Studie "Trends beim Autokauf" zeigt eindeutig, Frauen vertreten entschiedener denn je ihre Interessen und sind die härteren Verhandlungspartner. Sie sind die besseren Autokäufer. Auch hat sich ihr Interesse an einem Neuwagen hat sich innerhalb von vier Jahren verdoppelt.

Frauen bevorzugen Benziner, Männer Diesel

Was Frauen im Autohaus wollen? Auf der Einkaufsliste ganz oben steht bei 38 Prozent der Teilnehmerinnen ein Kleinwagen mit verlässlicher Technik zu einem günstigen Preis. Beim bevorzugten Antrieb ist der Benziner-Anteil mit 62 Prozent besonders hoch (Männer: 49 Prozent). Keine Kompromisse kennen die Frauen bei den Fahrzeugkosten. Bei den wichtigsten Argumenten für die Kaufentscheidung belegen wirtschaftliche Faktoren die ersten drei Plätze. 67 Prozent ist das Preis-Leistungsverhältnis wichtig, 50 Prozent achten besonders auf den Verbrauch und 48 Prozent auf den Anschaffungspreis.

VW vorn, gefolgt von Opel, Renault und Peugeot

Bei den Marken liegt Volkswagen ganz vorn (18 Prozent). Auf dem geteilten zweiten Platz folgen Opel und die französischen Importeure mit jeweils 13 Prozent. Einen eigenen Trend schaffen die Teilnehmerinnen der Studie auch bei den Farbwahl. Zwar liegt Schwarz mit einem Anteil von 26 Prozent wie bei den Männern ganz vorn, doch danach folgt mit 19 Prozent bereits Rot. Zum Vergleich: Nur 4 Prozent der Männer interessieren sich für eine rote Lackierung.

Frauen pochen auf satte Nachlässe

Was Frauen nicht wollen: Autohändler, die bei Frauen auf eine größere Markenloyalität hoffen, werden enttäuscht. Denn Frauen erwarten einen Nachlass von durchschnittlich 13 Prozent auf den Listenpreis. Wird diese Erwartung nicht erfüllt, wechseln sie immer häufiger die Marke. Im Jahr 2007 wollten nur 40 Prozent der befragten Frauen so konsequent reagieren. Inzwischen ist diese Zahl auf 58 Prozent gestiegen.

Im Schnitt werden 18-tausend Euro ausgegeben – Männer sechstausend mehr

Auch das Upgrade auf eine größere Fahrzeugklasse steht für viele Frauen nicht zur Debatte, denn sie wollen im Mittel rund 18.200 Euro für den nächsten Wagen ausgeben. Männer sind hier mit rund 24.000 Euro wesentlich spendabler. Auch bei der Markenwahl gibt es klare Unterschiede: Für nur jeweils 4 Prozent der Frauen kommt ein BMW oder ein Mercedes in Frage, während die deutschen Edelmarken bei den Männern 10 bzw. 9 Prozent des Kaufinteresses verbuchen.