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Was gibt es Schöneres als im Stau stehen?
Was gibt es Schöneres als im Stau stehen?Foto-Quelle: Petair - Fotolia

Der Stau und seine Ausmaße: Wenn die Nerven der Autofahrer blank liegen

Wolfgang Stegers
Beitrag von Wolfgang Stegers

Stau, was ist denn das eigentlich? Eine Wohlfühloase um in der morgendlichen Rushhour schon mal seine e-mails zu checken und Telefonate erledigen? Zen-Meditation und Gedankenübung für den inneren Gleichklang? Oder nervendes Stehen in einem Fahrzeug, das nicht weiterkommt?

Wie halten sie es eigentlich mit dem Stau – unvermeidbares Übel in Zeiten von zu Vielen an einem Ort, die alle in die gleiche Richtung streben? Oder vermeidbar, da es Alternativen gibt – und wenn ja, welche und wie viele? Zum Verkehrsstau und seinen Ausmaßen, ein paar Fakten.

Auf deutschen Autobahnen gab es im Jahr 2013 rund 415 000 Staus mit einer Gesamtlänge von 830 000 Kilometer – so viel wie nie zuvor. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Verkehrsdatenbank vom ADAC. Im Vorjahr wurden noch 285 000 Staus mit einer Gesamtlänge von 595 000 Kilometern registriert. Grund für die deutliche statistische Erhöhung ist jedoch nicht ein sprunghaft gestiegenes Verkehrs- und Stau-Aufkommen, sondern eine deutlich verbesserte Datenerfassung und deutlich mehr durch Fahrzeugflotten gemeldete Staus.

Hier bauen sich die meisten Staus auf


Wie in den Vorjahren entfällt gut die Hälfte aller Staumeldungen auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (29 Prozent), Bayern (15 Prozent) und Baden-Württemberg (11 Prozent). Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Staukilometern: Nordrhein-Westfalen liegt mit einem Anteil von 27 Prozent vor Bayern (18 Prozent) und Baden-Württemberg (13 Prozent). Zum Vergleich: Auf die fünf ostdeutschen Bundesländer entfielen lediglich sieben Prozent der Staumeldungen und -kilometer. Staureichster Monat war mit Abstand der Oktober 2013, als rund 90 000 Kilometer Stau registriert wurden – doppelt so viel wie im Monat Februar (47 000 Kilometer).

Helfen mehr Fahrbahnen, um den Stauknoten zu lösen?


Die Staubilanz 2013 zeigt auch, wie groß der Bedarf ist, Engpässe im Autobahnnetz zu beseitigen. So waren auf deutschen Autobahnen vor vier Jahren rund 1 600 Kilometer Autobahn regelmäßig überlastet, bis zum Jahr 2025 wird ein Anstieg auf rund 2 000 Kilometer vorhergesagt. Kein Wunder, denn von den 2 200 Kilometer Autobahn, die zwischen 2001 und 2015 auszubauen sind, werden bis Ende 2015 wohl nicht einmal die Hälfte realisiert sein. So ist der Club der Autofahrerlobby mit seiner Forderung, die Investitionen für den Erhalt und den Ausbau der Bundesfernstraßen von derzeit rund fünf Milliarden auf mindestens 7,5 Milliarden Euro pro Jahr zu erhöhen, schnell bei der Hand. Aber ist damit der Stauknoten gelöst?


2 Kommentare

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Es wäre auch mal sehr schön wenn man Abstand halten würde ob PKW oder LKW so weniger Unfälle passieren und da durch würde der STAU
auch weniger werden .
Und wenn ja ein Unfall ist nicht so viel schauen besser weiter fahren .
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Leider haben viele immer noch nicht kapiert, dass man sich bei Fahrspurverengung (Reduzierung von zwei Spuren zu einer) erst am Ende der zweispurigen Fahrbahn in die verbleibende eine Spur einordnet. Stattdessen ordnen sich manche schon viel zu früh ein und bremsen damit den laufenden Verkehrsfluss ab. Andere lassen diejenigen nicht einordnen, die wirklich vorschriftsgemäß bis zum Einfädelpunkt am Ende vorfahren. Hoffentlich wird das den Fahrschülern der neuen Generation intensiv 'eingebläut'.
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