Alkohol am Steuer in Italien oderDänemark: Der Führerschein futsch und das A ...
Alkohol am Steuer in Italien oderDänemark: Der Führerschein futsch und das Auto zwangsenteignet

Mit dem Auto in die Ferien (III): Das kann gaaaanz böse enden

Wolfgang Stegers
Beitrag von Wolfgang Stegers

Zwangsversteigerung des eigenen Autos in Italien bei einer Alkoholfahrt, ein Jahr Gefängnis bei Tempoverstoß in der Schweiz, Blaulichtsteuer in Österreich - die rigorosen Gesetze in unseren Nachbarstaaten lassen Autotouristen erschrecken. Und weitere schrille Beispiele aus Europa.

Maut, Autobahngebühr und hohe Bußgelder bei Falschparken bei unseren europäischen Nachbarn erschrecken manchen deutschen Autofahrer. Richtig Angst muss man bekommen, wenn von Zwangsenteignung und Versteigerung des eigenen Autos die Rede ist; ein Jahr Gefängnis bei Tempoverstößen drohen oder wenn es heißt, ab in den Knast.

Seniorbook hat jetzt ein paar Beispiele herausgegriffen, die nachdenklich machen und Furcht einflößen können. Wir zeigen eine Tour des Schreckens und Grausens. Schon gewusst: Wer in Italien mit über 1,5 Promille hinterm Steuer erwischt wird, muss neben einer hohen Geldbuße auch mit der Enteignung und Zwangsversteigerung seines Fahrzeugs rechnen, sofern er auch dessen Halter ist. Das kann aber nicht heißen, nur mit dem Auto des Nachbarn oder dem Mietwagen in das Land reisen, wo die Zitronen blühn.

Auch bei den dänischen Nachbarn blüht dies dem alkoholisierten Fahrer. Das Auto kann in Dänemark beschlagnahmt, zwangsversteigert und enteignet werden, wenn der Fahrer zu viel getrunken hat. Hier liegt die Grenze allerdings bei 2,0 Promille.

Die Schweizer Eidgenossen sind berühmt für ihre präzisen Chronometer und Chronographen. Bei der Geschwindigkeit nehmen sie es auch penible genau und lassen keinen Graubereich zu. Verkehrsverstöße, insbesondere Tempolimitüberschreitungen, werden mit drastischen Strafen geahndet. Hier droht ab 40 km/h zu schnell in einer Tempo-30-Zone oder 80 km/h über dem zulässigen Limit auf Autobahnen mindestens ein Jahr Haft.

Ja, und die Österreicher, wo die Gendarmen die Geschwindigkeit mit ihren Augen schätzen dürfen, wo zwischen tatsächlichem Fahrer und Halter nicht unterschieden wird, da wird noch schnell eine „Blaulichtsteuer“ erhoben. Diese Unfallmeldegebühr, so der sperrige Titel, ist dann für den fällig, der bei einem Verkehrsunfall mit Sachschaden die Polizei ruft, obwohl die Unfallbeteiligten ihre Daten auch untereinander hätten austauschen können. 36 Euro sind zu zahlen. Schlecht für deutsche Autofahrer, wenn die eigene Versicherung für Unfälle im Ausland ein amtliches Unfallprotokoll fordert. Das gilt meist auch für Fahrer von Mietwagen.

Das krasse Gegenteil fordert Kroatien. Hier müssen Unfälle immer der Polizei gemeldet werden. Fahrzeuge, die sichtbar beschädigt sind, dürfen nur mit einer polizeilichen Schadensbestätigung das Land wieder verlassen.

Für Slowenien gilt, wer ein Bußgeld erhält, sollte dies sofort begleichen. Ausländern droht andernfalls die Beschlagnahme der Ausweisdokumente und des Fahrzeugs. Oder der Fahrer wird in Polizeigewahrsam genommen. Sehr wichtig hier: Bereits bei einer gelb aufleuchtenden Ampel besteht Haltepflicht. Andersfalls Bußgeld, das gerne von ahnungslosen Touristen abkassiert wird.