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Nimmermehr Autofahrer steigen auf das billige Autogas um. Lohnt es sich? Für ...
Nimmermehr Autofahrer steigen auf das billige Autogas um. Lohnt es sich? Für die Umwelt auf jeden FallFoto-Quelle: Aral/seniorbook

Steigende Spritpreise: Ist Autogas als Nummer 1 die Alternative?

Wolfgang Stegers
Beitrag von Wolfgang Stegers

Autofahren wird immer teurer. In den vergangenen fünf Jahren sind die Unterhaltskosten für einen Personenwagen um mehr als 10 Prozent gestiegen sind – und damit stärker als die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Eine Möglichkeit, um effektiv auf die Kostenbremse zu treten, ist der Umstieg auf Autogas. Ist das wirklich eine Alternative?

Das Kürzel heißt LPG. Dahinter verbirgt sich Liquefied Petroleum Gas, kurz Autogas oder Flüssiggas. Es hat eine bessere Umweltbilanz. Für wichtiger erscheint aber vielen Autofahrern weniger das grüne Gewissen als vielmehr der geringere Kraftstoffpreis. Die wichtigsten Infos zu Autogas im Überblick:
Kosten: Derzeit kostet ein Liter Autogas rund 72 Cent, Benzin ist mehr als doppelt so teuer. Der Preisunterschied ergibt sich in erster Linie durch die steuerliche Begünstigung von Autogas, die bis mindestens Ende 2018 erhalten bleibt. Der Preisvorteil macht auch den Mehrverbrauch von 15 bis 20 Prozent wett, der durch die geringere Energiedichte von Autogas entsteht. Die Kosten für die nachträgliche Umrüstung auf Autogas in Höhe von bis zu 2.700 Euro pro Pkw rentieren sich durch die niedrigeren Kraftstoffpreise.
Umweltschutz: Die Nutzung von Flüssiggas senkt den CO2-Ausstoß im Vergleich zu einem Benziner um bis zu 15 Prozent und der Anteil unverbrannter Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid halbieren sich. Feinstaub oder Ruß treten praktisch kaum mehr auf.
Qualität: Ist Autogas immer gleich Autogas? Nicht ganz, denn letztendlich entscheidet die Zusammensetzung über die Reichweite. Autogas besteht idealerweise aus einem Gemisch aus den Gasen Butan und Propan. Im Sommer sollte der Butan-Anteil bei 60 Prozent liegen, doch Achtung, manche Tankstellen erhöhen stattdessen den Anteil des günstigeren Propans. Das geht zu Lasten der Reichweite. Sie kann bis zu zehn Prozent abnehmen. Diese Erfahrung haben viele Autogasfahrer schon selbst gemacht. Dieses Qualitätsmanko kann die Reichweite reduzieren.
Tankstellennetz: 6.700 Tankstellen versprechen eine flächendeckende Versorgung mit LPG in Deutschland. Deutschland liegt im europäischen Vergleich auf Rang zwei hinter der Türkei. Hoch im Kurs steht der alternative Kraftstoff auch in Polen oder Italien. Insgesamt 40.000 Tankstellen in Europa bieten Autogas an, so dass die Versorgung auch in den meisten Urlaubsländern kein Problem ist. Eng wird es allenfalls in der Schweiz oder auch in Skandinavien, doch auch hier entdecken immer mehr Kunden und Anbieter die Vorteile von Autogas.

Und Sie, haben sich schon mal darüber nachgedacht, Ihren Benzinschlucker umzurüsten? Und wenn ja, welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Empfehlenswert oder eher Augenwischerei? Wir sind gespannt auf die Redaktionen.


6 Kommentare

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Ich habe mir im Juni einen KIA Magentis V6 mit 169 PS und Automatkgetriebe gebraucht gekauft. Erstzulassung 22.12.2006mit einem Kilometerstand von 103000 Km.
In dem Fahrzeug ist bei Km Stand 15869 eine Lovato Gasanlage eingebaut worden zum Prei von 2600€.
Mittlerweile hat das Fahrzeug 123 989 Km auf dem Tacho.
Ich habe alle Rechnungen von dem Fahrzeug erhalten, jede Inspektion wurde durchgeführt, keinerlei Reparaturkosten für die Gasanlage sind angefallen, ich habe im Januar 2014 für 299€ ein elektronisches Schmiersystem einbauen lassen und das vorhandene Unterdruck-Schmiersystem damit ersetzt.
Ich fahre im Mittelwert für 8,73€ pro 100 Km, mein Fiat hat im Schnitt 8,75 Liter Super pro 100 Km verbraucht, das ergibt im Schnitt 13,47€ für 100 Km.
Jetzt soll einer sagen das wäre keine Ersparnis.
Stimmt aber nicht ganz, da ich ab und zu auch Super tanken muss, meistens für 20€, da beim starten des Fahrzeuges und ca 1 Minute lang der Motor mit Super läuft und dann erst auf Gas umschaltet
Wolfgang Stegers
Das stimmt für den Sommer. Im kalten Winter braucht das System aber deutlich länger, bis es so aufgewärmt ist, dass der Verdampfer arbeiten kann. Im Kurzstrecken-Stadtverkehr kann es beachtlich lang dauern.
Sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Preiswert und sparsam. Nur fahren Diesel mit noch weniger Durchnittswerten. Die Zukunft liegt jedoch im Elektroantrieb.
Obwohl alle Komponenten verfügbar sind, einschl. den Lithium-Batterien, tut sich der Verkauf sehr schwer. Warum nur. Der Preis?
Stellen Sie sich vor, sie fahren am Abend in die Garage, stöpseln den Stecker rein und haben am nächsten Morgen ein aufgetanktes Fahrzeug. Kosten im Schnitt etwa 2,50 €...

Lieber Herr Stegers, liege ich hier falsch? Was ist Ihre Meinung?
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Bin gerade von einem Trip aus Skandinavien zurückgekommen und habe über 6500 KM hinter mich gebracht.
Ich musste 2X Benzin tanken da in Schweden und Dänemark nur wenige LPG Tankstellen zu finden waren.
Norwegen war vollkommen unproblematisch.
Es ist ein wunderbares Gefühl für einen vollen Tank ca. 33 Euro zu zahlen. Meine Umstellung auf Gas hat sich nach einer Motorleistung von 90.000KM innerhalb 3,5Jahren sehr ausbezahlt.
Ich kann eine Umstellung nur empfehlen.
In Rödermark bezahle ich im August 0,669 Euro pro liter Gas!!!!
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Angesichts der Preisdifferenz an der Tankstelle ist das Autofahren mit LPG schon verlockend.
Sich wirklich rechnen tut es sich aber nur für Leute die auch viel fahren...

Ob dies für einen persönlich zutrift kann man hier mal ganz gut checken.

http://www.amortisationsrechner.de/

Und ob der Steuervorteil für LPG nach 2018 wirklich erhalten bleibt?
Wie war das noch mit der Autobahnmaut und den Aussagen der Politik?

Ein weiterer Aspekt den man bedenken sollte:
Mit einem Gasauto bleibt einem die Zufahrt zu vielen Parkhäusern und Tiefgaragen verwehrt - wegen der Explosionsgefahr im Falle einer Undichtheit an der Gasanlage.

Wer bei sich zuhause eine Tiefgarage hat, kann dann schon mal zum Laternenparker degradiert werden...
Wolfgang Stegers
Ja das ist nach woe vor das Problem bei den Erdgasfahrzeugen: Seit Jahren angekündigt, ist aber dennoch ihre Zahl nicht so gewachsen, dass CNG-Tanken flächendeckend möglich wäre. Auch ist natürlich der Umbauaufwand deutlich höher als bei LPG. CNG empfiehlt sich sicherlich in Ballungsgebieten für den Zuliefererverkehr mit ausreichender Tankstellendichte. Aber da wollen auch die Elektroautos hin
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