Perfekte Folgerung im Carbonlook
Perfekte Folgerung im CarbonlookFoto-Quelle: ws/seniorbook

Lack ab, Folie drauf: Autos kleiden sich neu ein

Wolfgang Stegers
Beitrag von Wolfgang Stegers

Immer häufiger sieht man Autos in schrillen Farben, Gold und Silber ist auch dabei. Manche Karosserien sind seidenmatt, andere haben eine Lederoptik oder tragen den Carbonlook. Bilder, Fotos sind auch auf dem Blech zu sehen. Rallyestreifen sind wieder im Kommen und Minis schmücken sich gerne mit dem Union Jack, der britischen Flagge.
Wie halten sie es mit solcher Art der Individualisierung? Gag oder praktischer Nutzen, schlicht clever oder auch schön?

Deutlich billiger als Lackierung


Was da wie eine aufwendige und sündhaftteure Lackierung ausschaut, sind nur einige Bahnen Folie. Das Fahrzeug zu folieren ist eine schnelle und preiswerte Möglichkeit, sein Auto in neuer Farbe und frischem Glanz strahlen zu lassen oder ein etwas anders aussehendes Automobil zu fahren. Sie wird einfach auf den Lack geklebt. Hat man sie satt, kann die Folie einfach wieder abgezogen und durch eine neue ersetzt werden. Oder man kehrt zur ursprünglichen Lackierung zurück.

Dank Folie hoher Wiederverkaufswert


Taxis, Polizeifahrzeuge, der Fuhrpark der Bundeswehr und auch Lieferfahrzeuge der Post und anderer Flotten sind derart eingewickelt. Die Verkleidung sorgt für Aufmerksamkeit. Der Lack wird vor UV-Strahlung, Steinschlag und Kratern geschützt. Wichtig für den Wiederverkauf, denn wer will schon mit einem ausgebleichten, gelben Postauto herumfahren?

Eine Folierung ist schnell gemacht. Nicht länger als einen Tag kostet die Prozedur der so genannten Car-Wrapper. Sie hantieren mit Cuttermesser, Rakel, Fön und viel Erfahrung wie sie die Folie spannen, dehnen und strecken müssen, um sie den Formen der Karosserie anzupassen.

Mattfolien sind nicht zu reparieren


Folien kann man auch reparieren. Leichte Kratzer lassen sich auspolieren; Verletzungen oder Einrisse der Folie werden großflächig erneuert. Die beliebten Mattfolien sind schwieriger zu reparieren. Ihre Oberfläche ist einer Mattlackierung vergleichbar. Unter dem Mikroskop erscheinen Berge und Täler. Aufschlagend Hagelkörner drücken die Erhebungen platt und derart flachgedrückt entsteht eine glänzende, lichtreflektierende Oberfläche. Nach einem Hagelschaden muss die Mattfolie erneuert werden. Eine Glanzfolie erträgt die Hagelschoße und kann sogar in Maßen das darunterliegende Blech vor Dellen schützen.

Auf den Geschmack gekommen? Gut gemacht, ist ein foliertes Fahrzeug von einem lackierten erst bei ganz genauem Hinschauen zu unterscheiden. Ein Hingucker ist es allemal.

Ob man sich aber

selbst mit Freunden an das Follieren heranmachen sollte? Mhm ich glaube da gehört schon eine gehörige Portion Geschick dazu. oder nicht?