Futuristisch und wegweisend: Das Porsche Werksmuseum in Stuttgart-Zuffenhaus ...
Futuristisch und wegweisend: Das Porsche Werksmuseum in Stuttgart-ZuffenhausenFoto-Quelle: ws/Porsche

Porsche Museum Stuttgart: Die Schau der geheimsten und wertvollsten Erlkönige

Wolfgang Stegers
Beitrag von Wolfgang Stegers

Dass die Automobilmuseen zu den bestbesuchten Schaustätten gehören, hat sich bereits herumgesprochen. So führt die BMW-Autowelt das Ranking in Bayern an, noch vor dem Deutschen Museum oder der Alten Pinakothek. Auch die Autostadt, Museum und Markenshow der großen VW-Familie, kann über ausbleibenden Besucheransturm nicht klagen. Und in Stuttgart wetteifern zwei phantastische Werksmusen um die Gunst der Fans. Vor Mercedes hat hier Porsche die Nase vor vorn.

Jetzt könnten die Zuffenhausener Motorsportler ihren Vorsprung noch weiter ausbauen. Mit einer Sonderschau der rarsten Pretiosen des Hauses lässt Museumschef Dieter Landenberger seine Pferdchen tanzen und gewährt exklusive Einblicke hinter sonst verschlossene Türen. Zum ersten Mal offenbart der Hersteller 16 einmalige Fahrzeuge, die zum Teil noch nie öffentlich vorgeführt wurden, zeigt die Show: „Projekt Geheim“.

Pretiosen von unschätzbarem Wert


Streng geheime Studien, getarnte Prototypen sowie einzigartige Rekord-, Erprobungs- und Forschungsfahrzeuge umfasst das Raritätenkabinett. Ihr Wert ist unschätzbar. Allein ein einziger Prototyp kostet in der Herstellung meist über Millionen Euro. Unvorstellbar was Sammler und Porsche-Maniacs dafür zu zahlen bereit wären. Unverkäuflich sind sie allemal. Ihr Reiz liegt auch darin, dass sie überhaupt zum ersten Mal öffentlich präsentiert werden.

Die 16 Fahrzeuge der Sonderausstellung sind eindeutig als Vertreter ihrer Zeit und spiegeln den Zeitgeist wieder. So wurde im Jahr 1973 als Antwort auf die vorherrschende Energiekrise das umweltfreundliche und zukunftsorientierte Forschungsprojekt Langzeit-Auto (FLA) konzipiert. Weitere Projekte dieser Ära sind etwa der Porsche 924 Weltrekordwagen oder der Forschungs-PKW Typ 995.

Schon mal begegnet? Das 928 Cabrio


Aus den 1980er Jahren stammen sieben Exponate, darunter ein Porsche 959 Aerodynamik-Prototyp, ein 928 Cabriolet sowie die nie zuvor gezeigte Roadster-Studie Typ 984. Ebenfalls erstmals präsentiert wird der Prototyp des Hochleistungssportwagens Porsche 965, der mit einem wassergekühlten V8 im Heck ausgerüstet ist.

Aus den 1990er Jahren stammen nicht realisierte Projekte wie der viertürige „Familien-Sportwagen“ Porsche 989, dessen Design richtungsweisend für künftige Fahrzeug-Generationen werden sollte. Ebenso einzigartig ist der Typ 986 A4 Aggregateträger. Der Prototyp auf Basis eines Porsche 911 Targa (Typ 964) wurde zur Erprobung des Mittelmotor-Konzeptes der Boxster-Baureihe eingesetzt.

Der getarnte Panamera


Aus der jüngeren Vergangenheit stammt ein getarnter Prototyp des Porsche Panamera, der Einblicke in die umfangreiche Erprobung neuer Modelle gibt. Nicht zuletzt finden sich auch aktuelle Themen wie die Hybridtechnologie in der Sonderausstellung „Projekt: Geheim“ wieder. Als Technologieträger der Zukunft ist das „Rolling Chassis“ des Supersportwagen 918 Spyder zu bestaunen.

Nicht geheim bleiben soll auch: Bis zum 11. Januar nächsten Jahres ist die Sonderschau der Erlkönige im "Projekt Geheim" noch zu sehen. Und fehlt noch was? Ja, Porsche macht deutlich über die Hälfte seines Umsatzes mit den beiden SUVs Cayenne und Macan. Sie passen zwar nicht so recht zum Sportwagenimage, sicher aber das Überleben von Porsche.

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