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Das E-Bike beherrschen: Balance finden bei niedrigem Tempo

Aus Freude am Fahren: Elektroräder sind der Renner

Von wize.life-Nutzer - Freitag, 17.04.2015 - 21:15 Uhr

Elektroräder sind der Renner. Kein zweites Mobilitätsangebot verzeichnet so hohen Zuwachsraten wie die Pedelecs. Groß ist der Umstieg vom Drahtesel zum E-Bike nicht. Gewaltig aber die Power aus der Steckdose, die dem Radler immer einen kräftigen Rückenwind beschert, wenn er in die Pedale tritt. Kein Wunder, dass gerade bei den fitness-bewussten Best-Agern die Pedelecs bestens ankommen. Und wer je bei einem Anstieg an einem sich quälenden und verausgabenden Fahrradfahrer locker vorbeigezogen ist, weiß die Vorteile zu genießen – zumal das Strampeln im roten Bereich sicher nicht gesundheitsfördernd ist.

Höheres Tempo – schnellere Reaktionen


Dennoch sind doch einige Regeln und Umstellungen zu beachten, damit die schnelle Fahrt in der Stadt oder über Land nicht zum Horrortrip wird. Denn an das Tempo von über 30 Kilometer pro Stunden müssen sich die E-Biker als auch die übrigen Verkehrsteilnehmer gewöhnen. Da verschätzt sich mancher leicht beim Bremsweg oder auch beim Nähern an Kurven und Hindernissen.

Gleiches gilt auch für die Autofahrer. E-Biker machen immer wieder die Erfahrung, dass ihre eigene Geschwindigkeit falsch eingeschätzt wird. Da will der wartepflichtige Autofahrer noch schnell abbiegen, kalkuliert das Tempo des Radlers aber total falsch ein. Höchste Aufmerksamkeit ist gefragt. Das bedeutet bremsbereit sein, den Blickkontakt mit dem Autofahrer suchen und für andere Verkehrsteilnehmer mitdenken.

Vom richtigen Bremsen


Auch sollte der Fahrradfahrer sein Gefährt auch beherrschen und kennen. Da hilft sehr auf einem größeren Parkplatz sich an das Pedelec zu gewöhnen. Das Tempo auszukosten, aber vor allem sich auch trauen, die eine und andere Vollbremsung zu machen. Bis das Hinterrad blockiert. Das muss man mal gespürt haben, dazu raten alle Experten. Auch ist eine gute Erfahrung auf den unterschiedlichsten Untergründen –bei Trockenheit und Nässe – das Bremsverhalten auszuprobieren. Es ist ein großer Unterschied, aus Fußgängertempo oder mit 30 km/h und mehr bei höherem Gewicht des Radls bis zum Stillstand hart zu bremsen.

Das Vorderrad muss am meisten leisten


Beim Bremsen muss das Vorderrad rund 66 Prozent der Bremskraft aufnehmen. Hier wird auch die größte Verzögerung aufgebaut. Sehr schnell lernt man, die Bremskräfte mit den beiden Hebeln zu dosieren. Dabei muss man natürlich wissen, welcher für das Vorder- und welches für das Hinterrad bremst. Auf jeden Fall aber ein blockierendes Vorderrad vermeiden. Denn sonst wirft es einen aus dem Sattel und man fällt kopfüber.

Die Technik der Vollbremsung


Wichtig auch, bei Kurvenfahrt kann nicht so viel Bremskraft aufgebaut werden (Vom Kammschen Kreis sprechen die Fahrdynamiker). Schnell kommt es dann zum Blockieren oder wegrutschen, vor allem bei Nässe oder losem Untergrund. Wer sich hier an die Grenzen herantastet lernt auch in solchen kniffligen Situationen sein Kraftrad zu beherrschen. Bei einer Vollbremsung löst man sich am besten aus dem Sattel und verlagert das Körpergewicht nach hinten. Arme und Beine sind dabei fast gestreckt und und stützen sich gegen den Lenker und die Pedale.

Vorausschauende Kurvenfahrt


Wichtig aber auch, den Blick nasch vorn zu richten. Bei Kurvenfahrt schon den Kurvenausgang zu fixieren, um sicher und in einem Bogen durchzufahren. Der Oberkörper sollte dabei sich aktiv in die Kurven drehen. Das macht die Fahrt leichter und selbst enge Kurven sind dann kein Problem mehr. Am besten auf dem Parkplatz mehrere „Achten“ fahren – mal in Uhrzeigerrichtung beginnend und dann umgekehrt. Sehr schnell spürt man, welche Kurven einem mehr liegen – die nach rechts- oder die nach links.

Gleichgewicht austarieren


Auch langsames Fahren will gelernt sein, damit es nicht zur Wackelpartie wird. Das Gleichgewicht zu halten ist manchmal nicht so einfach. Spurtreues Fahren bei niedrigem Tempo lässt sich aber üben. Auf einem leicht abschüssigen Weg, kann man seine Geschwindigkeit immer mehr verringern und so wie ein Hochseilartist sein Gleichgewicht austarieren. Droht man zu kippen, stabilisiert ein leichter Tritt in die Pedale das Gefährt und man beginnt von neuem.

Na, dann viel Spaß auf zwei Rädern mit dem Elektromotor als Flautenschieber.

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