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Maul auf, Gepäck rein, Klappe zu. Aber elektrisch, bitte

Audi A4 Avant: Ein Luxuskombi mit luxuriösen Aufpreisen

Von wize.life-Nutzer - Freitag, 16.10.2015 - 20:43 Uhr

Ein Kombi, der alles können will – luxuriös innen wie außen, vier Passagiere bequem befördern und viel Gepäck einpacken. Und dabei noch gut aussehen. Wie geht denn das?

Was denn nun die knapp zweitausend Euro Mehrkosten der Limousine und de Kombiversion beim neue Audi A4 ausmachen, kann Projektleiter Roland Hudler auf die Schnelle dann doch nicht runterbeten. Da sei die Heckklappe mit elektrischer Öffnung und Gestensteuerung durchs den Fuß. Auch sei der Wagen länger und breiter. Aber all dies, und das mehr an Blech und Glas können den Preisunterschied nicht ausmachen, oder?

Am Ende, so sagt Hudler, „sind es Marktpreise“. Kalkuliert der Kunde hart, sind es die 1510 Liter Stauraum, die den Unterschied ausmachen. Kombifreunde scheinen bereit zu sein, deutlich mehr für Lademeister zu zahlen.

Kombi kontra Limo: Andere Länder, andere Vorlieben


Ja, deutsche Autofahrer lieben den praktischen Kombinierer. Vor allem, wenn er mit einem Hauch von Luxus bei Aussehen und bei der Innenausstattung auftritt. Audi rühmt sich, als erster Hersteller mit dem A4 Avant überhaupt in dieser Klasse präsent zu sein. Seit 1992 sind über 2,5 Millionen Avants gebaut worden.

Für Audi ist die A4 Reihe das wichtigste Segment überhaupt und der Avant in Deutschland wichtiger als die Limousine. Das traditionelle Three-Box-Design der Limousine hat es bei uns schwerer. Andere Länder, andere Vorlieben. Daher wurde der Wagen vollgepackt mit all den technischen Raffinessen und elektronischem Zauber, den der Markt bereithält.

Das komplette Elektronikprogramm samt Internet


30 Assistenzsysteme sind bestellbar. Das Cockpit - ein programmierbarer Bildschirm, auf den der Fahrer die verschiedensten Anzeigen spielen und zusammenzustellen kann. Neben Großer Tacho, kleiner Tacho, Drehzahlmesser, Navigationslandkarte, Bordrechner, Telefon, Unterhaltung und natürlich das Internet. „Always on“ gilt auch beim A4 Avant. Über den eigenen WiFi-Hotspot können bis zu fünf verschiedene Geräte betrieben werden.

Dieselmotoren liegen vorn, Benziner holen rapide auf


Bei der Motorisierung liegen die Dieselmotoren vorn. Denn der Kombi ist der klassische Langstreckenläufer – sei es bei Vertretern oder privaten Vielfahrern. Aber es ist wahrlich nicht der aktuellen Krise mit gefälschter Softwaresteuerung zur Abgasmanipulation geschuldet, dass die Benziner im Kommen sind. Durch verfeinerte Brennverfahren wird die Verbrauchsdifferenz zwischen Selbstzünder und Ottomotor immer geringer. Vor allem auf die Aufbereitung des Gemischs, die Füllung der Zylinder und den Zündzeitpunkt konzentrieren sich die Motoreningenieure.

Anders als Toyota beim Prius (die den Atkinson-Zyklus verwenden), haben die Audi-Techniker den Miller-Zyklus gewählt. Bei Teillast, wenn also dem Motor nicht so viel Leistung abverlangt wird, schließen die Einlassventile früher und deutlich weniger Frischluft kann einfließen. Entsprechend geringer ist auch die dosierte Kraftstoffmenge.

Das Design der Kombis


Aber ob dies ein Kombifahrer so genau wissen will? Wohl kaum. Wohl eher ob mit oder ohne Allrad. Quattro-Antrieb gilt für die PS-stärkeren Varianten. Kombis werden auch über das Design verkauft. Bei dem Vorgänger hat es schon gut geklappt, warum jetzt nicht wieder? Daher ist der Neue dem Alten wie aus dem Gesicht geschnitten. Spezialisten werden die Unterschiede erkennen. Es sind die Kleinigkeiten, außen wie innen.

Hier lohnt es sich auf Entdeckungsreise zu gehen. Sehr pfiffig die „Wende-Matte“ im Ladeboden. Mal edel, mal abwaschbar. Die Abdeckplane hebt sich mit der öffnenden Heckklappe. Die Ladebreite beträgt durchgängig ein Meter. Für Sicherungsstangen, Verzurrösen und LED-Beleuchtung ist ausreichend gesorgt. Überhaupt ist der Laderucksack des Kombi ebenso liebevoll aufwendig gestaltet wie die Passagierkabine. Perfekt in der Verarbeitung und bei der ersten Anmutung.

Lieber Lederkoffer als Farbeimer


Je nach Wunsch und Laune lassen sich auf den Grundpreis von 39 200 Euro für den 2.0 TFSI mit 190 PS, Turboaufladung und Doppelkupplungsgetriebe dann noch zehn- bis zwanzigtausend Euro an Sonderausstattung aufpacken. In solche Edelkombis checken eher schicke Rollkoffer als benutzte Farbeimer ein. Da kann Luxus erschrecken.

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