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VW-Abgasskandal bei Diesel und Benziner: Zum Lachen oder Weinen?

VW-Abgasskandal bei Diesel und Benziner: Zum Lachen oder Weinen?

Von wize.life-Nutzer - Mittwoch, 04.11.2015 - 18:31 Uhr

Jetzt das jetzt zum Lachen oder Weinen? Schadenfreude ist sicher nicht angesagt. Dazu ist der Schaden zu groß. Fassungslos hört man immer neue Horrormeldungen von Volkswagen aus Wolfsburg. Jetzt ist von 98.000 Benzinfahrzeugen die Rede, deren Verbrauch getürkt wurde. Die zertifizierten CO2-Werte sind im Alltag nicht zu erreichen. Was bei der amtlichen Prüfung im Labor funktionierte, ist graue Theorie.

Das System von Belohnung und Strafe


In Wirklichkeit verbrauchen die Blue-motion-Fahrzeuge mehr als sie sollten. Denn nur mit den geringen Verbräuchen und dem damit verbundenen niedrigen Spritverbrauch kommen sie in die Förderung. Der Staat, der die scharfen und sich weiter verschärfenden Gesetze gemacht hat, „belohnt“ die Besitzer solcher „sauberen“ Wagen mit einer geringeren Kraftfahrzeugsteuer. Denn die Motoren stoßen weniger klimaschädigendes Abgas aus.

Ferrari gegen Vielfahrer


Das ist natürlich sinnvoll und Unsinn zugleich. Sinnvoll dann, wenn alle Autos die gleiche Kilometerleistung absolvieren. Wer im Jahr mit solch einem Umweltengel 50 00 Kilometer unterwegs ist, hat sicher mehr Kohlendioxid aus dem Auspuff gejagt, als die vermeintliche Dreckschleuder mit 5 000 Kilometern. Ja, der wahre Umweltfreund ist nicht nur der Wenigfahrer sondern auch der von altgedienten, zehn bis 20 Jahren alten „Kutschen“. Denn bis der Neuwagen sein C02-Konto und damit den Kohlendioxid-Ausstoß glattgestellt hat, der zu seiner Herstellung anfiel, muss er lange fahren.

Die Energiewende und Weltenrettung


Aber so ist es nun mal mit der Energiewende und der Weltenrettung. Wie lange muss die neue, ach so zwingend erforderliche Waschmaschine waschen, bis sie die gut laufende alte mit etwas höherem Energieverbrauch eingeholt hat? Staubsauger, Glühbirnen und dergleichen mehr – pausenlos wird einem ein schlechtes Gewissen eingeredet und man soll sich schleunigst vom bewährten Alten trennen. Ansonsten ist man eine Umweltsau.

„Säuische“ Politik, die trickst


Wie „säuisch“ die Politik handelt, zeigt jetzt der Kompromiss über die Stilllegung von alten Braunkohlekraftwerken. Zug um Zug sollen sie vom Netzt gehen und die Betreiber mit 1,6 Milliarden Euro entschädigt werden. Darunter sind nach Meinung von Umweltverbänden auch solche Kraftwerke, die sowie ausgedient hätten. Ein lukratives Geschäft für die Konzerne. Der Staat ist fein raus. Wieder mal, wie überhaupt die Energiewende als einsamer Entschluss einer sonst zögerlichen Dame von den Verbrauchern bezahlt wird.

Einheit Deutschlands zu Lasten der Sozialkassen


So wie die Sozialkosten der deutschen Einheit und der Wiedereinbürgerung der Russlanddeutschen (Renten, Krankenkassen) von den Beitragszahlern gestemmt wurden, so sind es jetzt die Stromkunden, die blechen müssen. Der Steueranteil am Strom nähert sich stark dem des Mineralöls.

Die Freude an Altem


Ich jedenfalls knipse mit heller Freude meine alten Glühbirnen an, wasche mit der Uralt-Miele und der Staubsauger jault mit 1200 Watt. Meinen Daimler fahre ich bis der Rost uns scheidet. Aber wer weiß, vielleicht lasse ich ihn dann noch herrichten und als Oldtimer anmelden. Wahre Werte, echte Freude.

PS

Ach, wussten Sie eigentlich, dass allein der höhere, als angegebene Kohleverbrauch in China, dem C02-Ausstoß von Deutschland entspricht? Und dann streiten wir bei Volkswagen ein, zwei Schnapsgläser Mehrverbrauch an Benzin.

9 Kommentare

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Ja, wenn man vergleichbare Resultate erzielen will, muss man identische Testbedingungen vorfinden. Das Testergebnis ist immer Nurse gut wie die Testbedingungen sind. Mit einem Zollstock und Zentimetereinteilung kann man auch keine Millimeter messen und eine Waage misst nur so genau wie die Gewichte auf der anderen Seite geeicht sind. Ähnlich verhält es sich mit den Laborwerten der Blutuntersuchung. Je genauer, umso breiter der Korridor zwischen noch gesund und schon krank. Kleinste Werte in allen Messbereichen sind nur mit immer höherem technischen wie finanziellem Aufwand zu erzielen und entfernen sich immer stärker von den realen Einsatzgebieten.
Am besten wäre es alle Motoren unter voller Last zu testen. Das macht sie besser vergleichbar und hat positive Auswirkungen auf Leistung und Höchstgeschwindigkeit, Gewicht, Getriebe und Drehzahl.
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Die Amis wollen VW vom Binnenmarkt fernhalten. Sie haben gewartet bis einer hinter den Brückenpfeiler pinkelt....
Warum sind andere Automobilhersteller so leise ??? Sie pfeifen im Wald und hoffen selber nicht erwischt zu werden. Beispiel: Wieviel PS hat ein Ford-Mustang ?? Ehrlich vermessen sieht er ziemlich kraftlos aus. Wenn man aber die "richtige" Messmethode anwendet und diese auch noch auf dem eigenen Binnenmarkt zur Norm erhebt können alle beliebigen Messwerte erlogen werden. Ich bin sicher: Die Italiener, Franzosen, Japaner, Asiaten machen es nicht besser. Sie haben halt nicht die Lobbyisten der Mineralöl-Industrie verärgert mit den genügsamen Dieselaggregaten ! Man stelle sich vor, ein Dittel aller amerikanischen Autos hätten ein Dieselaggregat. > Da kann man nicht mehr viel Benzin verkaufen !! Seit Jahrzehnten wird der Diesel in USA schlechtgeredet.
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Um auf dem Weltmarkt zu bestehen, entwickeln einige schon fast???? kriminelle Energien und Verantwortliche schauen blind zu
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Dass Hersteller testpflichtiger Produkte diese vor allem auf ein möglichst günstiges und verkaufsförderndes Testresultat trimmen, ist doch allgemein üblich und auch verständlich. Das gilt für Autos ebenso wie für Staubsauger, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kühlschränke, etc.
Dringend erforderlich sind daher neue und bessere, an den wirklichen Nutzungsbedingungen orientierte Testverfahren
nicht nur neue Testverfahren, sonder vorallem GANZ neutrale Tester und Prüfer
Tester und Prüfer können nie ganz neutral sein, es spielen immer persönliche Erfahrung, Einstellung, Profitstreben, Charakter, Intelligenz und weitere Eigenschaften der Betreffenden eine Rolle.
Daher müssen die Testverfahren den im praktischen Gebrauch entstehenden Anforderungen entsprechen und eindeutige, vergleich- und nachprüfbare Ergebnisse liefern.
Und hier könnt ihr nachlesen, wie sich die Autohersteller für die Zulassungsprüfungen das Land und die Behörde aussuchen, wo sie den Test am ehesten bestehen:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...t-1.2723532
ja super
Super tanke ich auch immer.
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