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Ein Vierteljahrhundert elektronische Wegweisung: Noch nie war es so einfach  ...

Das Navisystem ist 25: Glückwunsch mein Freund

Von wize.life-Nutzer - Samstag, 21.11.2015 - 11:23 Uhr

„Wenn möglich bitte wenden“. Wer kennt sie nicht die freundlich, bestimmte Stimme aus dem Autolautsprecher? Und wenn dann die Dame zum dritten Mal einen auffordert, doch zu wenden und wieder auf den rechten Weg fahren soll, weil man sich verfahren hat, ja, dann beginnt man auch mit dem Navi zu sprechen. Mal genervt. Mal schimpfend, mal voller Verachtung. Ich weiß nun nicht, was sich die Dame – es kann auch eine Männerstimme gewählt werden – jedenfalls was sich die Stimmen alles anhören müssen, aber ich mag mein Navi. Auch wenn es öfter Unsinn brabbelt. Eine kleine Liebeserklärung zum 25. Geburtstag.

Die Besserwisser mit ihren Schleichwegen werden kleinlaut


Ehrlich, die Zeit ohne Navigationssystem kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. 25 Jahre ist jetzt die elektronische Wegweisung alt und das Navi hat mir so viel geholfen. Derart oft und präzis hat es mi den Weg gezeigt, dass meine Ansprüche immer größer werden. Anfangs hatten die Besserwisser ja immer einen schnelleren Schleichweg in petto. Aber für Ortskundige ist es ja auch nicht vorgesehen. Und ach was haben wir gelacht, wenn manch schlachte Karte den Fahrer direkt ins Nirwana oder ins Wasser lotsen wollte. Der freundlichen Stimme nicht blind zu vertrauen, war schnell herausgefunden.

In einer fremden Stadt und unter Zeitdruck – unschlagbares Navi


Aber ehrlich, es sind doch die völlig unbekannten Gegenden bei Nacht und Nebel, mit den verwirrenden Straßenamen und der fehlenden Peilung die das Navi so lieb und sympathisch machen. Die Vermessung der Welt, geführt von Satelliten auf geostationären Umlaufbahnen

Der Anfangspreis: 7000 Mark – jetzt unter 100 Euro


Als vor einem Vierteljahrhundert die ersten Geräte angeboten wurden, mussten horrende 7000 Mark bezahlt werden. Da waren die Straßen schlecht dargestellt und verzeichnet, musste mit Kompass und Radsensoren gearbeitet werden und war das GPS nur den Militärs vorbehalten. Erst mit der Freigabe vo16 Jahren kam der große Durchbruch. Mit GPS-Sensoren lässt sich viel einfacher die Position bestimmen und die Route verfolgen. In Handys, Uhren und Routenführer (Tracker) lassen sich die Sensoren einbauen. Mobile Navigationssysteme sind, je nach aufgespieltem Kartenmaterial, schon für deutlich unter 100 Euro erhältlich.

Offline Navigation mit dem Smartphone


Kein Wunder, dass nahezu jeder Autofahrer es benutzt. Jetzt setzen sich immer stärker die Smartphones als Navis durch. Mit dem kostenlos herunterladbaren Kartenmaterial von „Here“, der ehemaligen Nokiatochter und jetzt von deutschen Automobilfirmen übernommen, lässt sich vortrefflich mit dem Smartphone offline navigieren – ei es mit dem Wagen, dem Fahrrad oder zu Fuß. Telefonkosten fallen da keine an.

Wucherpreise für festeingebaute Navis


Seltsam, die Kosten für festinstallierte Navisysteme haben sich kaum geändert. Zu lukrativ ist das Geschäft für die Fahrzeughersteller. Denn es ist der Bildschirm, der weitere Systeme integriert. Großes Kino findet hier statt. Eine Vielzahl von Systemen zeigen sich: Laufende Bilder von TV-Programmen, Videos, Internet und Rückfahrkamera. Der Bildschirm ist frei bespielbar und die Straßenkarte ist nur eine Anwendung.

Große Projektionsfläche – Tesla macht es vor


Bei aller Liebe und Detailtreue solcher Karten ist der Bildschirm auch das Manko. Zu klein ist die Projektionsfläche, zu gering der Ausschnitt, um sich einen guten Überblick zu verschaffen. Da sind die großformatigen Landkarten doch im Vorteil, auch wenn das Elektroauto Tesla mit seinem großen Bildschirm jetzt wegweisend ist. Dennoch Umweg, Ausweichrouten und lohnenswerte Ziele entlang der Route lassen sich immer noch am beten mit Hilfe der Landkarte entdecken. So manche Reise, ach was, Weltreise habe ich unternommen. Früher wie heute.

Bitte mehr Phantasie


Dem Navisystem mangelt es an Phantasie, es fehlen die spontanen Einfälle. Es ist so schrecklich zielorientiert. Es kann auf die Minute die Ankunftszeit berechnen, führt selbst bei Fahrfehlern geduldig zum Ziel. Aber es vermag nicht zu begeistern. Allenfalls lässt e sich auslachen, wenn ein Fluss zu durchfahren ist oder wenn ihm im schnellen Kreisverkehr schwindelig geworden ist und um Fassung ringt.

Autonomes Fahren und detailgenaues Navi gehören zusammen


Den Navigationssystemen gehört die Zukunft. Das autonome Fahren ist ohne detailgenaue und aktuelle Karten nicht möglich. Ml sehen ob sich dann das Roboterauto auch vom schwindelig gewordenen Navi beeindrucken lässt und im Kreis fährt.

PS Und was sind Eure Erfahrungen mit dem Navigationssystem, wie verwendet ihr es Auto, Fahrrad, zu Fuß? Oder doch besser die alte Straßenkarte?

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