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Neben dem Turbomotor verleiht die Hinterradlenkung dem Elfer deutlich mehr A ...

Der neue Porsche 911: For Elfer Young

Von wize.life-Nutzer - Mittwoch, 25.11.2015 - 09:40 Uhr

Bisher ist es den Porscheingenieuren und ihren Designern immer noch gelungen, die Ikone des Sportwagens durch alle Zeiten zu steuern und immer jung zu halten. Damit der Elfer nicht zum Alteisen geworfen oder als Dinosaurier belächelt wird, waren dieses Mal einschneidende Maßnahmen gefordert. Eine Revolution ist angesagt.

Nun also der überarbeitete Elfer als Turbo. Fortan werden die Sechszylinder-Boxermotoren der Sportwagenikone ausschließlich von Abgasturboladern befeuert. Diese Zwangsbeatmung steigert die Leistung und mindert den Benzinverbrauch. Ersteres gilt für niedrige Drehzahlen, letzteres für hohe. Wer also mit dem neuen Elfer entspannt bummeln oder cruisen will, freut sich über die Spritersparnis. Wer hingegen angasen mag, hat genießt das satte Drehmoment und die schiere Kraft.

Die zwei Gesichter des Turbos: Mal sparsam, mal leistungsstark


Da kommt Freude auf. Die „Rechnung“ folgt zugleich. Denn wenn das Leistungspotential oft abgefordert wird und die 420 PS des Boxers im Heck nach vorn stürmen, strömt viel Benzin durch die Injektoren in die Brennräume. Da darf sich der Fahrer hinter dem Volant nicht wundern, wenn die Verbrauchsanzeige 25, gar 27 Liter als Durchschnittswert einer engagierten Fahrt meldet. Das ist viel. Sparsam geht es nur, wenn man seinen Gasfuß zügelt.

Dem Turbolader die Anfahrschwäche genommen


Das sollte man wissen, wenn man den neuen Elfer fährt. Gleichzeitig wird man aber um neue Erfahrungen reicher. Vor allem, dass die moderne Turbotechnologie keine „Löcher“ kennt. Jene Kraftlosigkeit, die solche Triebwerke befällt, wenn der Fuß vom Gaspedal geht und die Drehzahl in en Keller rauscht. Jetzt wieder auf Touren zu kommen, musste mit einer als endlos erscheinenden „Gedenkminute“ in Kauf genommen werden. Denn die Turbine braucht Zeit, um auf hohe und höchste Touren von über 1000 000 Umdrehungen pro Minute zu kommen. Angetrieben wird sie vom heißen Abgasstrom und kann so kalte Frischluft verdichten und in die Zylinder schicken.

Die Porsche-Ingenieure haben einen hohen Aufwand betrieben, um dem Turbo seine Unarten auszutreiben. Das ist ihnen auch trefflich gelungen. Von Turboloch keine Spur. Von unten heraus zieht der Motor kräftig an. Deutlich früher als der Sauger baut er die kräftige Drehmomentkurve auf und beschleunigt rasant. Denn bereits ab 1700 Umdrehungen pro Minute liegt das maximale Drehmoment von 500 Newtonmeter (Nm) beim 420 PS-starken Carrera S an (Carrera 370 PS, 450 Nm). Es bleibt konstant bis 5000 Touren.

Das Fahrwerk einsame Spitzenklasse


Beeindruckender als die Motoren ist aber die Agilität überarbeiteten Fahrwerks. Besonders die Hinterradlenkung erlaubt dem Hecktriebler eine zuvor nie gekannte Agilität und Kurvendynamik. Ruhig wie ein Brett lieg der Wagen in schnell gefahrenen Kurven. Präzise Lenkung, verbunden mit der klaren Rückmeldung an den Fahrer. Unebenheiten de Straße bringen Vorder- wie Hinterachse nicht aus der Ruhe, gleichzeitig aber geben sie Meldung an den Fahrer.

Minimale Veränderungen beim Aussehen


Wie bei Porsche üblich, ist das Facelift einer Modellgeneration technischer Art. Hier treffen sich beim 991 Evolution und Revolution. Das Fahrwerk wurde nachgeschärft. Die neuen Motoren haben die Zeitenwende eingeläutet. Von außen ist „der Neue“ augenfällig am Heck erkennbar. Die Querlamellen am Motordeckel sind Längsfinnen gewichen, die den rückwärtigen Wagen strecken und Frischluft an die Turbolader leiten. Ein neuer Bildschirm im Inneren, erweiterte und aktualisierte Bordelektronik samt verbesserter Konnektivität sind hier die wesentlichen Punkte der technischen Überarbeitung des Elfers Jahrgang 2016, Überlebensstrategien. For Elfer Young.

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