Diesel-Hammer im Kanzleramt! Autofahrer sollen Umrüstung mitzahlen oder den  ...
Diesel-Hammer im Kanzleramt! Autofahrer sollen Umrüstung mitzahlen oder den Pkw eintauschen

Diesel-Hammer im Kanzleramt! Autofahrer sollen Umrüstung mitzahlen oder den Pkw eintauschen

News Team
Beitrag von News Team

Bei einem großen Gipfel im Kanzleramt haben Verkehrsminister Andreas Schauer (CSU) und die Chefs von VW, Daimler und BMW im Beisein von Kanzlerin und Finanzminister umrissen, wie die Zukunft des Autolandes Deutschlands aussehen kann. Das Ziel: Saubere Luft in Städten und die Umgehung von Diesel-Fahrverboten.

Gerade auf die Besitzer von Diesel-Fahrzeugen in Ballungsräumen kommen einschneidende Änderungen – und möglicherweise auch Kosten – zu.

Von den Gesprächen berichtet das “Handelsblatt”.

Konzept für 65 deutschen Städte


In Scheuers Konzept ist dem Blatt zufolge geregelt, “wie 65 deutsche Städte die Stickoxidgrenzwerte in der Luft einhalten können”. Damit solle Klarheit für Dieselfahrer geschaffen und die Angst vor Fahrververboten genommen werden. Das Konzept schließt sowohl teure Umrüstungen, als auch den Komplettumtausch von Fahrzeugen ein.


Das “Handelsblatt” schreibt: “Dieselfahrzeug-Besitzer, die zum Software-Update zu ihrer Vertragswerkstatt fahren, sollen vom Händler gleich das Angebot erhalten, das Auto gegen ein neues einzutauschen, entweder einen sauberen Diesel, einen Benziner oder gar ein Elektroauto.”

Alternativ könne der Händler dem Kunden einen Gebrauchtwagen anbieten, erklärte Scheuer. So würden die Kunden sofort saubere Autos fahren. Die Hersteller ihrerseits könnten ihre Leasing-Rückläufer anbieten. Das Ziel ist klar: Möglichst schnell die Abgassschleudern von der Straße bringen und damit den Autoabsatz ankurbeln.

„Im besten Fall zahlt der Kunde nichts drauf“, hieß es.


Die Angebote beschränken sich auf städtische Gebiete. Sie sollen laut “Handelsblatt” in den 65 Städten sowie einem bestimmten Radius für Pendler gelten. Es gehe um 1,1 bis 1,2 Millionen deutsche Fahrzeuge.


Ausländische Hersteller sträuben sich gegen den großen Diesel-Deal. Ihre Kunden drohen vermehrt Fahrverbote.

Den Kunden drohen Zuzahlungen bei der Umrüstung: So koste der Einbau neuer Katalysatoren mindestens 2500 Euro, hieß es in der Runde. „Im Einzelfall kann der Betrag schon mal über 10.000 Euro liegen“, warnte ein Ingenieur laut “Handelsblatt”.

Scheuer hält diese Lösung für möglich: Bis zu einem Preis von 3000 Euro könnten sich die Hersteller an den Umrüstkosten beteiligen. Bis zu 80 Prozent sind im Gespräch, so dass der Kunde 600 Euro selbst zuzahlen müsste.