Im Herbst kommt es vermehrt zu Wildunfällen.
Im Herbst kommt es vermehrt zu Wildunfällen.Foto-Quelle: Pixabay

Wildunfall: Bei welchen Tierschäden greift die Versicherung?

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Beitrag von News Team

Angeknabbertes Isoliermaterial, demolierter Autolack, verunreinigte Scheiben und Scheinwerfer oder gar eine eingedrückte Stoßstange: Die Schäden, die Tiere wie Wild, Vögel und Insekten am Fahrzeug anrichten können, sind vielfältig - und können Autobesitzer mitunter eine große Portion Nerven und Geld kosten.

Mit welchen Vorsorgemaßnahmen der Fahrspaß ungetrübt bleibt und was es im Schadensfall zu beachten gilt, erklärt CosmosDirekt-Experte Frank Bärnhof.

Schäden durch Vögel und Insekten

Die Hinterlassenschaften eines Vogels auf dem eigenen Wagen sind nicht nur unschön anzusehen - die ätzende Wirkung kann auch sichtbare Schäden auf dem Autolack hinterlassen. "Lackschäden, die durch Vogelkot oder Insektenreste verursacht wurden, werden nicht von der Teil- bzw. Vollkaskoversicherung übernommen", erklärt Frank Bärnhof.

Daher sollten Autobesitzer starke Verunreinigungen am besten immer direkt entfernen. Hat man nicht die Möglichkeit, sein Fahrzeug in einer Garage abzustellen, kann man das Auto auch mit einer entsprechenden Abdeckplane schützen. Auch das regelmäßige Auftragen einer Wachsschicht nach der Fahrzeugreinigung kann als Schutzmaßnahme dienen.

Wildunfälle

Besonders in der kälteren Jahreszeit, wenn Reh, Fuchs und Co. in der Dämmerung auf Nahrungssuche gehen, ist verstärkt mit Wildwechsel zu rechnen. Frank Bärnhof weißt: "Vor allem auf Landstraßen, entlang von Feldrändern und Waldgrenzen, sollten Autofahrer die Geschwindigkeit anpassen und die Aufmerksamkeit erhöhen."

Bei einer Kollision mit dem Haarwild kommt in der Regel die Teilkaskoversicherung für die Reparaturkosten auf. Sie deckt die Schäden am eigenen Fahrzeug ab, die durch den Wildunfall entstanden sind. Aber Achtung: Nicht alle Zusammenstöße mit größeren Tieren werden übernommen.

Der Experte betont: "Unfälle mit Rindern, Pferden, Schafen oder Ziegen sind nicht durch jede Teilkasko abgedeckt. Versicherte sollten deshalb prüfen, wann ihre Police greift. Gut geschützt sind sie mit einem erweiterten Wildschaden-Schutz, der beim Zusammenstoß mit Tieren aller Art greift."

Marderbisse

"Vor allem in den kälteren Monaten des Jahres sollten Autofahrer regelmäßig einen prüfenden Blick unter die Motorhaube werfen, um einen Marderbesuch frühzeitig zu erkennen", empfiehlt Frank Bärnhof. "Liegt der Verdacht nahe, dass ein Tier bereits im Motorraum gewütet hat, sorgt ein gezielter Check des Isoliermaterials, der Strom- und Zündkabel sowie Kühlwasser- und Scheibenwischerschläuche für Klarheit", so der Experte.

Die Schäden an Kabeln sind meist über eine Teilkaskoversicherung abgedeckt. Dagegen können weitere Folgeschäden, wie etwa ein vom Marderbiss lahmgelegter Katalysator, auf Kosten der Autobesitzer gehen, sofern sie nicht vorab die Leistungen ihrer Teilkaskoversicherung genau geprüft haben.


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