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Symbolbild: Lkw-Fahrer sollen künftig nicht mehr in Führerhäusern schlafen dürfenFoto-Quelle: Pixabay

Schlafen im Auto verboten! EU-Minister stimmen für massive Veränderung für Lkw-Fahrer

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Beitrag von News Team

Die EU-Verkehrsminister haben sich auf eine Reform des Lkw-Transportgewerbes in Europa geeinigt. Der österreichische Verkehrsminister und EU-Ratsvorsitzender Norbert Hofer (FPÖ) teilte den Beschluss in der Nacht auf heute in Brüssel mit. Die neuen Regelungen sollen vor allem ein Lohndumping verhindern und Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrer verbessern.

Fortan solle für gleiche Arbeit am gleichen Ort der gleiche Lohn gelten. Mehrere westeuropäische Staaten hatten unfaire Praktiken im Transportwesen besonders durch osteuropäische Konkurrenz beklagt. Frankreich, Österreich, Belgien, Dänemark, Italien, Luxemburg, sowie das Nicht-EU-Land Norwegen und Schweden hatten sich daraufhin 2017 mit der BRD zusammengetan, um gegen Sozialdumping und unfairen Wettbewerb vorzugehen.

Lkw-Fahrer seien oft wochenlang auf Tour ohne auch nur einmal nach Hause zurückzukehren. Die neuen Regelungen sehen vor, dass Kraftfahrer nun maximal vier Wochen am Stück in Europa unterwegs sein dürfen. Nach dieser verpflichtenden Frist müsse eine Heimfahrt erfolgen.

Schlafen in Kabinen soll verboten werden
Die Reform sieht außerdem ein Verbot für das Schlafen in Lkw-Führerhäusern vor. Unternehmen sollen so offenbar verpflichtet werden, künftig für angemessene Unterkünfte für Brummi-Fahrer zu sorgen - Auch sollen so Missstände auf überfüllten Autobahnparkplätzen beseitigt werden.

„Zur Zeit ist es so, dass es ein wahres Nomadentum gibt. Lkw-Fahrer sind monatelang unterwegs, schlafen in der Kabine, campieren neben dem Lkw und kommen sehr lange nicht nach Hause“, sagte Hofer laut Tiroler Tageszeitung.

Durch die neuen Maßnahmen würden die Lebens- und Arbeitsbedingungen von etwa zwei Millionen Kraftfahrern und Kraftfahrerinnen in Europa würden verbessert, führt Hofer weiter aus.

Noch sind die Änderungen nicht in Kraft getreten - Zuerst müsse man sich im Europaparlament diesbezüglich einig werden.

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