Mythen Missbrauch
Mythen MissbrauchFoto-Quelle: www.finger-weg.info

Nicht alles was wir wissen ist unbedingt richtig - MYTHEN MISSBRAUCH

Beitrag von wize.life-Nutzer

Viele glauben, dass Missbrauch eine Ausnahme ist und dann noch von Menschen begangen werden, denen man es von Weitem ansieht. Natürlich ist beides falsch - wie viele andere Vorstellungen auch.

Hier ein paar Mythen zum Thema Missbrauch und Misshandlung.

Mythos 1: Sexuelle Übergriffe auf Frauen und Kinder sind selten.
Falsch: Jede vierte Frau wird als Erwachsene Opfer einer vollendeten Vergewaltigung, und wenigstens jedes dritte Mädchen und jeder zehnte Junge werden sexuell missbraucht. Das ist alles andere als selten. Sexualisierte Gewalt ist alltäglich.

Mythos 2: Die Opfer sind auch selbst schuld, kleiden sich aufreizend und locken diese Handlungen heraus.
Falsch: Die Verantwortung für eine sexuelle Grenzverletzung liegt immer bei dem, der sie vorbereitet und schließlich begeht. Täter suchen sich Opfer und Gelegenheit.

Mythos 3:Täter sind auffällig, man erkennt sie problemlos an ihrem Aussehen und Benehmen.
Falsch. Misshandeler kommen aus allen sozialen Schichten und sind mitunter gebildete, umgängliche und fachlich angesehene Personen, darunter Richter, Ärzte, Lehrer und Professoren (auch weibliche). Es ist nicht möglich, jemandem die Täterschaft anzusehen.

Mythos 4: Man kann es einer Person immer ansehen, ob sie misshandelt oder missbraucht wurde
Falsch: Die Spuren eines sexuellen, emotionalen oder verbalen Missbrauchs sind weniger sichtbar als die einer körperlichen Misshandlung. Jeder Mensch reagiert auf seine Weise auf Missbrauch oder Misshandlung. Manche ziehen sich in sich selbst zurück, andere werden wütend und aggressiv, und viele wollen die Sache am liebsten vergessen und so tun, als hätte das Ganze nie stattgefunden. Deswegen ist es so wichtig, darüber zu reden.

Weitere Mythen muss ich noch gedanklich sortieren und in Worte fassen - vielleicht kennt ihr ja auch welche?