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Helden des Alltags: Rosemarie Ell beschenkt Kinder in Not
Helden des Alltags: Rosemarie Ell beschenkt Kinder in NotFoto-Quelle: http://www.geschenke-der-hoffnung.org/fileadmin/user_upload/Weihnachten_im_Schuhkarton/Presse/Fotos_2014/David_Vogt_Maedchen_2013_in_Slowakai.jpg

Helden des Alltags: Rosemarie Ell beschenkt Kinder in Not

Service Tipp
Beitrag von Service Tipp

Wir leben in so einem reichen Land. Da fällt es uns manchmal schwer, uns vorstellen, dass andere Menschen Not leiden und viele Kinder nicht einmal ein Weihnachtsgeschenk bekommen. Wer der Not selbst schon begegnet ist, kann dieses Leid gut nachfühlen. Das Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“ ist aus einer solchen Not heraus geboren.

Viele ältere Menschen in Deutschland erinnern sich noch an die gut gefüllten Pakete aus Amerika in der Nachkriegszeit. Auch Rosemarie Ell öffnete damals mit glänzenden Augen ein solches Paket. Sie war mit ihrer Familie unter ganz fürchterlichen Verhältnissen im Winter 1946 aus Ostpreußen geflohen. Ihre dramatischen Erlebnisse verarbeitete sie später in einem Buch. Zudem packt sie selbst seit vielen Jahren Päckchen für Kinder in Not.

Ein Kind auf der Flucht

Wie viele andere Nachkriegskinder weiß Rosemarie Ell nur allzu gut, wie es sich anfühlt, Not zu leiden: Mit acht Jahren war sie auf der Flucht vor der Roten Armee. An ein glückliches Weihnachtsfest oder gar Geschenke war damals nicht zu denken. Sie musste vielmehr die bittere Kälte des eisigen Winters ertragen und spürte den Hunger und die blanke Armut am eigenen Leib. Immer wieder begegnete sie Elend und Gewalt, schwerst Verwundeten, Kranken und sogar dem Tod. Damals sei alles Kindliche in ihr abgestorben, berichtet das einstige Flüchtlingskind später.

Weihnachten im Schuhkarton

In der neuen Heimat angekommen erhielt sie zu Weihnachten ein Päckchen aus Amerika. Sie freute sich darüber so von Herzen, dass sie dieses Erlebnis nie wieder vergessen hat. Jedes Jahr an Weihnachten erinnerte sie sich wieder an die wunderbare Weihnachts-Überraschung und ihre Freudentränen von damals und eines Tages beschließt sie, möglichst vielen Kindern auf dieser Welt eine ebenso große Freude zum Weihnachtsfest zu bereiten. Seit 1997 packt sie nun eifrig kleine Päckchen, die sie liebevoll „Weihnachten im Schuhkarton“ nennt.

Glänzen durch Bescheidenheit…

Dank vieler Helfer wächst die Anzahl der Päckchen, die aus ihrer Heimatstadt Achern an Not leidende Kinder in aller Welt verschickt werden, mit jedem Jahr. Sie könnte sogar noch weiter wachsen, wenn die gute Rosemarie nicht ein wenig publikumsscheu wäre. Sie steht nicht so gerne im Mittelpunkt, aber weil es der guten Sache dient, ließ sie sich dann doch von der Redaktion des SWR zu einem Fernsehbeitrag überreden. Kurz vor dem letzten Weihnachtsfest steht die bescheidene Wohltäterin auf einmal selbst im Rampenlicht und erzählt die anrührende Geschichte vom Weihnachten im Schuhkarton.

…und handfeste Werke

Es sind eben wie so oft nicht die großen Heldentaten, die unsere Welt ein wenig besser machen, sondern die ganz kleinen. Und es sind häufig auch nicht solche Menschen, die sich mit ihren guten Taten lauthals hervor tun, sondern eher die bescheidenen und einfachen Leute, die leise und im Hintergrund handfeste Werke verrichten. Doch gerade sie haben unsere Aufmerksamkeit oft umso mehr verdient. Die gute Seele Rosemarie Ell hat mit ihrer Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ein Projekt ins Leben gerufen, das man mit gutem Gewissen unterstützen kann.

Wenn auch Sie helfen wollen und ein Kind in Not mit einem selbst befüllten Schuhkarton als Weihnachtsgeschenk beschenken möchten, erfahren Sie hier, wie es funktioniert:
Weihnachten im Schuhkarton