Bekenntnis eines Helden! Gaffer-Spritzer Rudi erklärt, warum ihm auf der A3 der Kragen platzte

News Team
Beitrag von News Team

Feuerwehrmann Rudi Heimann erreichte im November nationale Bekanntheit. Nach einem verheerenden Unfall mit drei Toten auf der A3 nahe Aschaffenburg hatte er die Aufgabe, das Aufkeimen möglicher Brände zu verhindern. Doch als Gaffer an der Unfallstelle das Handy zückten und sogar den Abtransport der Leichen filmten, handelte Feuerwehrmann Rudi kurzentschlossen. Er richtete den Schlauch auf die Schaulustigen.

Als zur Diskussion stand, dass er für diese Aktion bestraft werden könnte, solidarisierten sich die Menschen massenhaft mit ihm. Ein Aufruf von wize.life ("Der Gaffer-Spritzer darf nicht bestraft werden") wurde zum meist geteilten Social-Media-Artikel des Jahres 2017.

Nun blickt Rudi von der Feuerwehr Waldaschaff zurück auf die dramatischen Ereignisse im Spätherbst des Vorjahres. "Es kam alles wieder hoch, erst vor zwei Tagen war meine Mutter gestorben", erzählt der Feuerwehrmann im "Bayerischen Rundfunk". Gerade als die Leichen in die Särge gelegt wurden und weggebracht werden sollten, passierte, was ihn spontan handeln ließ. "In diesem Moment ist der Lkw stehengeblieben. Fenster auf und gefilmt."

"Und dann kommt alles hoch. Da hab ich gedacht: Jetzt reicht's! Dann hab ich meinen Druck abgegeben, also meinen innerlichen Druck!"

Rudi Heimann richtete den Schlauch auf den Lkw und spritzte los.

Die Staatsanwaltschaft prüfte damals, ob es in diesem Fall zu Ermittlungen wegen "Eingriffs in den Straßenverkehr" kommen könnte.

Die Emotionen kochten hoch, eine Welle der Sympathie erreichte den Feuerwehrmann. Am Ende dann das erleichternde Ergebnis der juristischen Prüfung: Man habe keine ausreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer strafbaren Handlung.

Heimann nutzte seine Popularität um sein Statement gegen Gaffer zu verstärken: Er nahm einen Song auf mit der recht eindeutigen Zeile: "Nur Affen gaffen."

Rudi, wir lieben Dich! Teilt den Beitrag, um ein Zeichen zu setzten gegen widerwärtige Glotzer und Rettungsgassen-Blockierer - und für entschlossenes Handeln, wenn es klare Kante zu zeigen gilt.

63739 Aschaffenburg auf der Karte anzeigen:
Hier klicken um Karte zu öffnen