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WhatsApp: Gruseliger Kettenbrief kursiert durch das Netz - Das steckt hinter dem Profil „Momo“

News Team
Beitrag von News Team

Kettenbriefe kennt jeder: Fast immer enthalten sie eine schöne Botschaft und natürlich auch die - mittlerweile langweilige - Aufforderung, die Nachricht an mindestens so und so viele Kontakte weiterzuleiten. Ansonsten hat man Pech in der Liebe, nimmt unglaublich schnell zu, oder verliert alle seine Freunde. Aber wer hat schon mal von Sterben gehört?

Das ist genau das Schicksal, das einem droht, wenn er oder sie einen neuen auf WhatsApp geteilten Brief nicht weiterleitet. Der Absender: Momo, eine blutrünstige und angeblich vor drei Jahren bei einem Autounfall verstorbene Frau, die nun auf der Suche nach neuen Opfern zu sein scheint.

„Hallo, ich bin Momo und bin vor drei Jahren verstorben ich wurde von einem Auto angefahren und wenn du nicht möchtest das ich heute Abend um 00:00 Uhr in deinem Zimmer stehe und dir beim schlafen zuschaue schicke diese Nachricht an 15 Freunde sonst wirst du heute Nacht sterben.“

Das ist die Nachricht, die schon Tausende von WhatsApp-Nutzern auf der ganzen Welt erhalten haben. Bei den Absenderdetails oben ist dann auch ein Foto von Momo zu sehen: eine gruselige Fratze mit schwarzen Haaren, die ein bisschen wie die aus Lumpen zusammengenähte Sally aus Tim Burtons Stop-Motion-Film „Der Alptraum vor Weihnachten“ aussieht.


Eigentlich sollte man ahnen, dass das Ganze nichts anderes als geschmacklose Betrügerei ist, und dass es Momo gar nicht gibt. Aber nun scheint die Bloody Lady sogar eine deutsche Handynummer zu haben und hierzulande ihr Unwesen treiben zu wollen. Was steckt genau dahinter? wize.llife ist der Geschichte auf den Grund gegangen.

IM VIDEO | Grusel-Nachrichten vom Fake-Account


Polizei warnt vor möglichem Betrug

Bei der blutrünstigen Momo handelt es sich weniger um einen bösen Geist als möglicherweise um eine Betrugsmasche, deren Ziel kriminell oder auch nicht sein könnte. Neben japanischen und deutschen WhatsApp-Nutzern haben auch Spanier die gruselige Nachricht erhalten. Dort warnt schon die Polizei davor, auf den Kettenbrief zu antworten oder die Nummer anzurufen:


Bekannt ist aber, woher das Profilbild von Momo stammt: Medienberichten zufolge ist die Bloody Lady in der Tat eine Skulptur, die es 2016 bei einer Ausstellung in der Vanilla Gallery in Tokyo zu sehen gab. Dem gruseligen Gesicht schließen sich ein stummeliger Körper und zwei Hühnerbeine an, den Namen „Momo“ haben sich vermutlich Besucher ausgedacht, nachdem sie die Skulptur in Tokyo sahen.
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