Rückruf von Damen-Lederhose "Michaela"
Rückruf von Damen-Lederhose "Michaela"Foto-Quelle: Ramona Lippert

Landesamt warnt: Rückruf von verseuchten Damen-Trachten-Lederhosen wegen Giftstoffen

News Team
Beitrag von News Team

Auch nach dem Oktoberfest ist der Rückruf von Damen-Trachten-Lederhosen weiter akut. Das Bayerische Landesamt warnt vor den Kleidungsstücken, die über 40 Märkte bundesweit vertrieben wurden.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit warnt aktuell vor Damen-Trachten-Lederhosen. Die Kleidungsstücke sind mit einer gefährlichen Chemikalie versetzt. Deshalb werden sie jetzt vom Hersteller zurückgerufen.

Das ist das betroffene Produkt:

Rückruf von Damen-Lederhose "Michaela"
Ramona LippertRückruf von Damen-Lederhose "Michaela"

Damen-Trachten-Lederhose "Michaela"
EAN: 2000095904489
Hersteller:
Ramona Lippert
Am Stadtgraben 12
96215 Lichtenfels
Vertrieb:
Der Vertrieb erfolgte bundesweit an 40 Filialen der Firma Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG, Leipziger Str. 8, 66606 St. Wendel.
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Im Video: Wiesn-Eskapaden - So endete das Oktoberfest für manchen Besucher


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Warum werden die Lederhosen zurückgerufen?

Bei dem Artikel wurde nach der Beprobung ein Chrom (VI)-Gehalt festgestellt, der zur Schädigung der Gesundheit geeignet ist. Das in Lederware enthaltene Allergen kann bei sensibilisierten Personen zu allergischen Hautreaktionen wie z. B. einem Kontaktekzem führen.

Kunden, die den entsprechenden Artikel gekauft haben, können diesen gegen Erstattung des Kaufpreises selbstverständlich auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Einkaufsstätten zurückgeben. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage: www.ramonalippert.de

Wo kommt Chrom VI vor?

Zur Gerbung von Leder werden in großem Umfang Chrom III-Salze eingesetzt. Durch Verunreinigungen der Ausgangsverbindungen oder durch Herstellungsverfahren bedingt, die nicht nach aktuellen Verfahrens- bzw. Qualitätsstandards erfolgen, kann es im Verlauf der Gerbung jedoch zur Bildung löslicher Chrom VI-Verbindungen kommen. Des Weiteren wird momentan noch daran geforscht, durch welche Einflüsse und Bedingungen sich Chrom VI-Verbindungen bei der Weiterverarbeitung bzw. auch im fertigen Endprodukt bilden können.

Gesundheitliche Aspekte zu Chrom VI

Wasserlösliche Chrom VI-Verbindungen sind als potente Kontaktallergene anzusehen. Im Gegensatz zu Chrom III können Chrom VI-Salze sehr gut die Haut penetrieren und in die Epidermis vordringen. Entsprechend ihrer ausgeprägten Oxidationskraft werden sie dabei durch Umsetzung mit organischen Verbindungen zum Teil zu Chrom III reduziert, das in der Lage ist, sich an Proteine zu binden. Diese Chrom III-Protein-Komplexe lösen eine Immunreaktion aus. Allergische Hautekzeme sind die Folge. Neben Nickel und Duftstoffen zählt Chrom VI zu den häufigsten Allergenen.

(Quelle: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)

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