Wölfe haben in Sachsen etwa 40 Schafe gerissen - Symbolfoto
Wölfe haben in Sachsen etwa 40 Schafe gerissen - SymbolfotoFoto-Quelle: Pixabay

Wolfsrudel in Naturschutzprojekt im Blutrausch - 40 Schafe mussten sterben

News Team
Beitrag von News Team

In der östlichen Oberlausitz hat ein Wolfsrudel im Blutrausch 40 Schafe gerissen. Die betroffenen Tiere laufen im Rahmen einer Naturschutzaktion, die sich für die Akzeptanz von Wölfen in der Region einsetzt.


40 Tiere tot, 80 vermisst


Am Dienstagmorgen wurden zwischen Förstgen und Tauer umherirrende Schafe gesichtet. Daraufhin sahen Mitarbeiter der Naturschutzstation nach der Herde und mussten feststellen, dass etwas 40 Schafe und einige Burenziegen von Raubtieren gerissen wurden. Wie der mdr berichtet, sahen Anwohner Wölfe bei den gerissenen Tieren.

Im Moment ist das Ausmaß des Vorfalls noch nicht abzuschätzen. Die Kadaver der gerissenen Schafe wurden mittlerweile eingesammelt und eine Suchaktion nach den fehlenden Tieren wurde eingeleitet. Die Geschäftsführerin der Naturschutzstation sagt dem Sender, dass die Schafherde von einem Elektrozaun umgeben gewesen sei. Sie vermutet, dass die Tiere aus Angst vor den Wölfen den Zaun niedergetrampelt haben und geflohen sind.


Naturschutzstation setzt sich für Akzeptanz der Wölfe ein


Die betroffene Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die dort vorhandenen regional und überregional bedeutsamen Tier- und Pflanzenarten zu schützen. Eines ihrer Ziele ist es, die Akzeptanz des Wolfes in der Region zu verbessern. Seit dieser vor einigen Jahren wieder in die Region zurückgekehrt ist, herrscht bei der Bevölkerung eine große Skepsis gegenüber dem Raubtier.

Die Naturschützer betonen auf ihrer Homepage, dass Verluste von Schafen insbesondere durch falsche Haltungsmaßnahmen begünstigt seinen. Deshalb haben sie ein Projekt gestartet, bei dem Moorschnucken und Burenziegen im Bestandsgebiet des Daubaner Wolfsrudels gehalten werden. Genau diese Tiere wurden jetzt zum Opfer der Raubtiere.


Die Angst vor Wölfen wächst in Sachsen


In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Vorfällen mit Wölfen in Sachsen. Das Misstrauen gegenüber den Raubtieren in der Bevölkerung wächst. 2009 wurden sogar acht Wölfe illegal abgeschossen, wie es beim Mdr heißt.

Die CSU in Sachsen springt auf diesen Zug auf und fordert seit mehreren Wochen eine Lockerung der Abschussregeln für den Wolf, wie der Sender weiterhin berichtet. Grund dafür ist, dass die Wölfe besonders für Nutztierhalter zum Problem geworden seien.


Im Video: Offizielles "Wolfsgebiet": Wilde Wölfin hat sich in NRW niedergelassen

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