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Peine: Unbekannter überfährt Storch und lässt ihn blutend liegen - Tierschüt ...

Peine: Unbekannter überfährt Storch und lässt ihn blutend liegen - Tierschützer spüren die Eier auf

Von News Team - Freitag, 10.05.2019 - 11:13 Uhr

Wendeburg (Lkr. Peine, Niedersachsen). Nachdem das Männchen eines brütenden Storchenpaares blutend in einer Grundstückseinfahrt aufgefunden wurde, gibt es nun Hoffnung für die aufgespürten Eier. Die Artenschutzorganisation NABU hat sie eingesammelt und brütet sie nun in ihrer Auffangstation in Leiferde aus.

Den schwerst verletzten Weißstorch hatte ein Wendeburger vor rund einer Woche entdeckt und daraufhin die Polizei alarmiert. Die Beamten kontaktierten wiederum Joachim Neumann vom Artenschutzzentrum, der sofort zum Fundort fuhr und sich um den verunglückten Vogel kümmerte.

Tier wohl überfahren

Für den NABU-Mann kommen aufgrund der Schwere der Verletzungen nicht viele Ursachen in Betracht: Vermutlich sei der Storch auf der vorbeilaufenden Straße angefahren worden. Besonders ärgerlich findet Neumann auch die Tatsache, dass der Unfall nicht gemeldet wurde.

„Solche Unfälle sind natürlich immer tragisch“, sagt der Tierschützer. „Fast ebenso schlimm finde ich aber, dass sich kein Unfallverursacher gemeldet hat, und dass das schwer verletzte Tier sich selbst überlassen wurde“.

Storch in Wendeburg überfahren: Beide Beine waren gebrochen, zudem wies der Vogel eine stark blutende Wunde am rechten Oberschenkel auf.
NABUStorch in Wendeburg überfahren: Beide Beine waren gebrochen, zudem wies der Vogel eine stark blutende Wunde am rechten Oberschenkel auf.

Tierschützer spüren Eier auf

Nach dem Tod des Storchs konnte das Artenschutzzentrum die Herkunft des Vogels ermitteln. Offenbar war der verunglückte Storch das Männchen eines im benachbarten Duttenstedt brütenden Paares.

Da ein Altvogel allein nicht in der Lage ist, das Brut- und Aufzuchtgeschäft zu meistern, wurden die Eier dem Nest entnommen. Nun befinden sie sich im Brutkasten des NABU-Artenschutzzentrums in Leiferde.

Joachim Neumann ist zuversichtlich: „Wenn von nun an alles gut läuft, können wir etwa Mitte Mai mit Nachwuchs rechnen, der dann von uns aufgezogen und später ausgewildert wird.“

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