wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Frau (30) vor den Augen des Sohnes (2) getötet: Fahndungserfolg nach 31 Jahr ...

Frau (30) vor den Augen des Sohnes (2) getötet: Fahndungserfolg nach 31 Jahren

Von News Team - Dienstag, 14.05.2019 - 19:28 Uhr

Berlin. Vor über 30 Jahren soll ein heute 60-jähriger Mann eine dreifache Mutter in ihrer Neuköllner Wohnung beraubt und anschließend stranguliert haben. Um sicherzugehen, dass die Frau tot war, holte er den Ermittlern zufolge ein Messer aus der Küche und stach mehrfach auf die Tote ein. Danach flüchtete er. Die Szene sah der zweijährige Sohn des Opfers mit an. Nun steht der mutmaßliche Täter vor Gericht.

Die Überführung des heute 60-Jährigen wurde erst möglich, als Ermittler in dem Kleid, dass das Opfer am Tag des Geschehens trug, die DNA-Sequenz des Angeklagten entdeckten. Im Zuge anderer Ermittlungen hatte die Polizei den genetischen Fingerabdruck des mutmaßlichen Täters analysiert und in einer Datenbank gespeichert. Als es Ende letzten Jahres eine Übereinstimmung gab, wurde der Mann verhaftet und in Untersuchungshaft gebracht.

Dem 60-Jährigen wird neben Raub und Mord auch die versuchte Vergewaltigung des Opfers vorgeworfen. Dafür soll er die Frau in ihr Schlafzimmer gezerrt und ihr das Kleid hochgeschoben haben. „Der Angeschuldigte sah sich jedoch plötzlich aus einem unbekannten Grund an der weiteren Tatausführung gehindert und gab daher sein Vorhaben, die Geschädigte zu vergewaltigen, schließlich auf“, erklärte ein Staatsanwalt.

Angeklagter bestreitet Vorwürfe

Die Vorwürfe gegen ihn bestreitet der 60-Jährige. „Ich werde mich zu der Sache nicht äußern“, sagte er zum Prozessauftakt. Seine Verteidiger behaupten, die Beweislage sei zu dürftig. Selbst wenn es sich um seine DNA handele, sei dessen Täterschaft noch lange nicht erwiesen. Insbesondere die versuchte Vergewaltigung bestreiten sie: Ein Rettungssanitäter hätte das Kleid womöglich hochgeschoben.

Den zwei Söhnen des Opfers, die heute 32 und 38 Jahre alt sind, stehen keine einfachen Tage bevor: „Es sind viele Gefühle, die da mit reinspielen“, sagte der Jüngere. „Mal freut man sich, mal trauert man, alles gleichzeitig.“ Ihre Großmutter, die ebenfalls als Beiklärgerin am Prozess teilnimmt, geht es psychisch nicht gut. „Die Ermordung ihrer Tochter hat sie nie losgelassen“, sagte ihr Anwalt.

Nach vorläufigen Einschätzungen des Gerichts ist erst am 4. Juli mit einem Urteil zu rechnen.

Über dieses Thema hatte zuerst der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) berichtet.

IM VIDEO | Jetzt suchen Polizeitaucher nach Monica Frischholz

Mehr zum Thema

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren