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Dramatische Szenen auf der A3 bei Ratingen im März

Wesel: Großeinsatz mit SEK nach HOCHZEITSKORSO auf Autobahn - Mehrere Wohnungen in NRW durchsucht

Von News Team - Freitag, 17.05.2019 - 10:45 Uhr

Sie sind nicht nur ein Ärgernis auf Deutschlands Straßen, sondern eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer: die sogenannten Hochzeitskorsos. Nun greift die Polizei in Nordrhein-Westfalen hart durch. Am Freitagmorgen rückten mehrere Dutzend Polizeibeamte zu Hausdurchsuchungen im Raum Wesel an. Darunter auch ein Sondereinsatzkommando (SEK).

"Die Ermittler und Unterstützungskräfte fanden bei verschiedenen Tatverdächtigen umfangreiches Beweismaterial", teilte die Polizei Düsseldorf mit. Untere anderem wurden diverse Speichermedien, Mobiltelefone und Computer sichergestellt. Zudem stießen die Ermittler laut Polizei-Mitteilung auf Betäubungsmittel und mutmaßlich illegale Medikamente. Die Ermittlungskommission "Donut" geht aktuell daran, die umfangreichen Beweismittel auszuwerten.

Polizeipräsident Norbert Wesseler:

Hochzeiten sind Situationen im Leben, die gefeiert werden sollen. Wer meint, Autobahnen zu blockieren und dadurch andere in Lebensgefahr zu bringen, muss damit rechnen, dass wir als Polizei konsequent gegen ihn vorgehen werden.

Und weiter:

Wir werden mit allen rechtsstaatlichen Mitteln daran arbeiten, die Verantwortlichen buchstäblich aus dem Verkehr zu ziehen.

Hochzeitskorso blockiert A3 Richtung Köln für Fotoshooting

Am 22. März 2019 sollen zwei Porsche- und ein Audi-R8-Fahrer zunächst mit Warnblinklicht auf allen Streifen der A3 bei Ratingen hin und her gependelt haben, um so den Verkehr hinter sich auszubremsen. Anschließend hielten sie nebeneinander, wodurch die Fahrbahn komplett blockiert wurde. Andere Fahrzeuge konnten diese „Sperre“ nicht passieren.

Eine herannahende Zivilstreife, die zu diesem Zeitpunkt noch von einem Unfall ausging, konnte dann beobachten, wie ein von hinten kommender Ford Mustang auf den Seitenstreifen wechselte und die bereits auf der Fahrbahn stehenden Fahrzeuge überholte und sich davor setzte. Was dann passierte, ließ die alarmierten Polizisten sprachlos.

Verdächtiger kennt "guten Anwalt"

Ohne jeden Skrupel ließ der Fahrer des Ford Mustang vor den stehenden Fahrzeugen die Reifen qualmen und wollte offenbar über die „gesperrte“ Fahrbahn driften, was umgangssprachlich als "Donut" bezeichnet wird. Währenddessen machte ein Fotograf Fotos von der Aktion. Auch aus den anderen stehenden Fahrzeugen der Gruppe stiegen Personen aus, um Fotos von dem manövrierenden Mustang zu machen.

Als die Hochzeitsgesellschaft die Beamten bemerkte, fuhren die Teilnehmer umgehend wieder an. Zwei der Luxusautos konnte die Polizei kurz darauf am Autobahnkreuz Ratingen Ost anhalten und kontrollieren. Hier äußerte eines der Mitglieder der Gruppe, man brauche sich keine Gedanken zu machen - schließlich kenne er „einen guten Anwalt“.

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