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Hannover: Hund frisst bei Geburtstagsfeier in Restaurant aus Schälchen mit Rattengift

Von News Team - Freitag, 17.05.2019 - 13:44 Uhr

Hannover. Es sollte eine schöne Familienfeier im Hannover Congress Centrum werden: Die Familie von Martin M.-B. war zusammengekommen, um den 92. Geburtstag seiner Mutter zu feiern. Doch statt ausgelassen zu bleiben, war die Stimmung schnell betrübt: M.-B.s Hund, der mit dabei war, hatte ein Schälchen am Boden entdeckt und fraß daraus. Der Inhalt: Rattengift.

Sofort eilte der Sohn der Gastgeberin mit Hund und Giftnapf zur Tierärztlichen Hochschule. „Dort wurde der Hund notfallmäßig behandelt und uns bestätigt, dass es sich bei dem vorgelegten Gift um ein auch für Mensch und Haustier möglicherweise tödlich wirkendes Mittel handele“, erzählt M.-B. Zuvor hatte ihn der anwesende Bankett-Chef darauf hingewiesen, dass es sich bei der schwarzen Paste um „Fraß-Gel“ handelt.

Hundebesitzer empört

Für M.-B. ist das Vorgehen des Restaurants inakzeptabel: Unmittelbar nach dem Vorfall hätte sich der Bankett-Chef mit dem Hinweis entschuldigt, dass die Dose vor Öffnung des Restaurants versehentlich vergessen wurde. „Allerdings stand nach unserer Rückkehr aus der Tiho noch eine weitere Dose unweit der Terrassentür unter einer Heizung.“ Der als Rechtsanwalt tätige Hannoveraner beschwerte sich daher beim Gesundheitsamt.

(Fortsetzung des Artikels nach dem Video)

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Restaurantchef verweist auf Vertrag mit Behörde

Auf Anfrage äußerte sich der Restaurantchef zu dem Vorfall mit dem Rattengift: „Die Behälter müssen grundsätzlich in nicht zugänglichen Bereichen aufgestellt werden, der Vorfall ist daher nicht zu entschuldigen“. Dennoch sehe der Vertrag mit der Schädlingsbekämpfung vor, dass die Dosen zum Beispiel unter verbauten Heizkörpern platziert werden können. „Wir haben eine entsprechende Einsatzgenehmigung.“

Gesundheitsamt will in dem Fall recherchieren

Nach Angaben eines lokalen Kammerjägers sind im Schädlingsbekämpfungsgesetz sichere Bereiche klar definiert. In Außenbereichen handele es sich bei Rattengift zumeist um zugriffsgeschützte Boxen. „Offene Fressschalen haben in Räumen nichts zu suchen“, so der Experte. Dennoch sei die Kontrolldichte in diesem Bereich leider gering. Die Lebensmittelüberwachung der Stadt will nun in dem Fall recherchieren.

Über dieses Thema hatte zuerst die „Hannoversche Allgemeine“ berichtet.

1 Kommentar

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In den Städten leben mehr Ratten als Leute. Auch das Hantafieber breitet sich dadurch aus.Wer mit offenen Augen durch Fussgängerzone läuft entdeckt fallen gelassen Essensreste und Giftboxen.
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