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Passau: Tierheim verweigert Rücktransport von kranken Hunden nach Rumänien und bittet um Hilfe

Von News Team - Freitag, 17.05.2019 - 16:25 Uhr

Passau (Bayern). Nach der Aufnahme von sieben kranken Hunden aus Rumänien im März dieses Jahres durch ein Passauer Tierheim sollen die Tiere nun wieder in ihr Ursprungsland transportiert werden. Ein deutscher Tierschutzverein aus Leimen, der mit dem rumänischen Shelter zusammenarbeitet, fordert die Herausgabe der Tiere. Doch das Tierheim weigert sich, nun auch mit einem Appell auf Facebook.

Denn laut den Mitarbeitern sollen die Tiere bei ihrer Aufnahme in das Heim zum Teil schwer krank gewesen sein. So soll ein Hund zum Beispiel eine Entzündung nach einer Kastration gehabt haben, ein weiters Tier einen Hautausschlag. Als ein Mitarbeiter des Vereins die Hunde neulich abholen wollte, verweigerte er dem Tierheim außerdem einen Blick in den Transporter. Daraufhin gab das Heim die Hunde nicht heraus.

Bei den angeforderten Tieren handelt es sich um sieben von insgesamt 69 Straßenhunden, die während eines Transports von Rumänien nach England vor gut zwei Monaten beschlagnahmt worden waren. Weil die britischen Kunden aber inzwischen vom Kauf zurückgetreten seien, möchte der Verein „Homeless Paws Endeavour“, der für den Transport zuständig ist, die Hunde wieder haben.

Tierheim droht Anzeige wegen Unterschlagung

Dem Passauer Heim droht nun eine Anzeige wegen Unterschlagung. „Wir warten auf einen Beschluss vom Staatsanwalt“, schrieb es am Donnerstag auf Facebook. Den Betreibern des rumänischen Shelters wirft das Heim auch Geschäfte mit gefälschten Pässen unter dem Deckmantel des Tierschutzes vor. Das wollen sie von einer Mitarbeiterin der rumänischen Staatsregierung erfahren haben.

Ob die Hunde jetzt nach Rumänien müssen oder zunächst in Deutschland bleiben dürfen, ist unklar. Nach Angaben des Landratsamts ist die Rechtslage aber eindeutig: Die Hunde müssen an ihre Besitzer zurückgegeben werden. Der Verein aus Leimen erfülle alle rechtlichen Auflagen, etwa die Übernahme der Tierheim- und Tierarztkosten, Impfungen und der Nachweis der Transportfähigkeit der Tiere.

Dass „Homeless Paws Endeavour“ eine Rückführung der Tiere nach Rumänien plane, sei für die Bewertung unerheblich.

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