wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
München: Neugeborenes nach der Geburt liegend in Gebüsch zurück - 7,5 Jahre  ...

München: Neugeborenes nach Geburt in Gebüsch zurückgelassen - 7,5 Jahre Haft für Mutter (27)

Von News Team - Freitag, 07.06.2019 - 14:02 Uhr

München. Weil sie ihr neugeborenes Baby in einem Gebüsch zurückließ, ist eine 27-Jährige aus dem hessischen Gießen am Freitag zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Neben versuchtem Totschlag sprachen die Richter die junge Frau auch wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen schuldig.

Bei dem Vorfall, der sich im August 2018 im Münchner Stadtteil Neuperlach ereignet hatte, hatte die Gießenerin an einem Samstagmorgen nach einem One-Night-Stand mit einer Internet-Bekanntschaft das Baby im Garten vor einem Mehrfamilienhaus zur Welt gebracht. Nach der Geburt kehrte die junge Frau stark blutend in die Wohnung zurück und bat ihr Date, sie zum Bahnhof zu fahren.

Dem Bekannten erzählte die Gießenerin, sie wolle statt in München lieber in ihrer Heimat ein Krankenhaus aufsuchen. Über den Jungen verlor sie kein Wort. Doch statt in eine Klinik zu gehen, fuhr die 27-Jährige noch am selben Abend nach Hanau, um dort ein Grillfest aufzusuchen. Am Tag vorher war sie von Hessen nach Bayern gereist, um sich mit dem Mann zu treffen. Der Münchner will von der anstehenden Niederkunft nichts gewusst haben.

(Fortsetzung des Artikels nach dem Video)

IM VIDEO | Drogentest nach Mohn-Bagel positiv: Mutter wird Neugeborenes weggenommen


Passantin rettete Baby das Leben

Eine Passantin, die kurz nach der Geburt zufällig auf das Neugeborene in der Hecke aufmerksam wurde, alarmierte den Rettungsdienst. Beim Eintreffen der Sanitäter hatte der Junge eine Körpertemperatur von 26 Grad und wies neben Knochenbrüchen auch innere Blutungen auf. „Mir ist fast das Herz stehengeblieben“, sagte die Passantin beim Prozessauftakt am 21. Mai. „Das Kind war eiskalt.“

Am letzten Prozesstag hatte die Mutter über ihren Verteidiger aussagen lassen, die Entscheidung, das Baby auszusetzen, sei ein niederträchtiger Akt gewesen. Sie bereue ihn zutiefst. Im Laufe des Prozesses sei ihr klar geworden, in welche Gefahr sie ihren Sohn gebracht habe. Nach Gerichtsangaben geht es dem Jungen, der inzwischen bei einer Pflegefamilie wohnt, wieder gut. Er heißt Elias Justus.

Über dieses Thema hatte unter anderem „hessenschau“ zuerst berichtet.

(feb)

Mehr zum Thema

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren