Der Straßenbahnfahrer sah den Polizisten nicht.
Der Straßenbahnfahrer sah den Polizisten nicht.Foto-Quelle: Pixabay

Er kämpfte gegen den Terror: Trauer um getöteten Polizisten aus Köln ist groß

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Beitrag von News Team

Der Polizist war privat mit seinen Freunden unterwegs, und sie mussten mit ansehen, wie er unter die Rädern einer Straßenbahn kam und starb. Ein Unbekannter hat den 32-Jährigen geschubst, der Beamte fiel auf die Gleise und wurde überrollt.

Die Polizei Köln hat am Samstagabend (10. Februar) einen 44-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. Der Deutsche hatte sich bereits am Unfallort bei der Polizei als Zeuge gemeldet. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen den Festgenommenen. Er soll heute dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Mordkommission ermittelt weiter.

Er liebte den Karneval


Der Bund Deutscher Kriminalbeamter erinnert sich an den geschätzten Kollegen. Er sei engagiert gewesen. Im Dienst bekämpfte der Mann den islamistischen Terrorismus, in seiner Freizeit erfreute er sich am Kölner Karneval. Der Landesvorsitzende aus Nordrhein-Westfalen, Sebastian Fiedler, sagt:

"Dass das Leben unseres geschätzten Kollegen auf derartige Weise ein Ende fand, ist erschütternd und tragisch. Es macht mich fassungslos und traurig."


Der Bund Deutscher Kriminalbeamter trauert mit den Verwandten und Freunden des verstorbenen Kollegen und drückt sein tiefes Mitgefühl aus.

Auch die Gewerkschaft der Polizei zeigte sich bestürzt.

"Unfassbar! Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen und Kollegen eines Menschen, der sein Leben in den Dienst anderer gestellt hat und nun auf so heimtückische Art und Weise aus dem Leben gerissen wurde."


Freunde unter Schock


Nach Auswertung von Videoaufnahmen der Überwachungskamera an der Haltestelle "Chlodwigplatz" besteht der Verdacht, dass der 32-Jährige am Freitag gegen 23.50 Uhr absichtlich zwischen die Waggons der Stadtbahn gestoßen wurde. Der Fahrer bemerkte den Vorfall nicht und setzte seine Fahrt fort. Rettungskräfte brachten die in etwa gleichaltrigen Freunde des Getöteten zur psychologischen Betreuung in ein nahes Krankenhaus.

Der Verdächtige tauchte zunächst in der Menge unter, bevor er nun festgenommen werden konnte.

Weitere Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0221/229-0 oder per Mail (poststelle.koeln@polizei.nrw.de) bei der Polizei zu melden.

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