1500 Bundespolizisten waren im Einsatz
1500 Bundespolizisten waren im EinsatzFoto-Quelle: Pixabay

Bundesweite Groß-Razzia gegen brutale Menschenhändlerbande - Polizei schnappt Bandenchefin

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Beitrag von News Team

Es war der größte Einsatz in der Geschichte der Bundespolizei. 1500 Bundespolizisten haben am Mittwochmorgen um 6 Uhr bundesweit mehr als 60 Wohnungen und Bordelle gestürmt, um eine Menschenhändlerbande auszuheben.


Laut der Deutschen Presse Agentur geht es bei der Razzia um die Zwangsprostitution von Thailänderinnen. Frauen und Transsexuelle sollen mit gefälschtem Visum nach Deutschland gebracht worden sein, um anzuschaffen.

Das Geld – mehrere Millionen - mussten die Opfer an die Menschenhändler abgeben, so ein Sprecher der Stuttgart Polizei am Mittwoch. Insgesamt gebe es bundesweit 17 Hauptbeschuldigte. Über das Alter der Frauen wurde zunächst nichts bekannt.

GSG9 stürmt Wohnhaus in Siegen


Der Schwerpunkt der Razzia lag in Nordrhein-Westfalen (Siegen, Dortmund, Gelsenkirchen und Düsseldorf). Laut "Bild" verhaftete die GSG 9 in einem Wohnhaus in Siegen die mutmaßliche Chefin der Menschenhändlerbande, eine 59-jährige Thailänderin. Polizeisprecher Jens Flören zur "Bild":

Die Spezialeinheit GSG 9 wurde heute Morgen hier am Objekt eingesetzt, weil bei diesem szenetypischen Milieu immer auch mit Waffen und Gegenwehr gerechnet werden muss.

Im selben Wohnhaus wurde eine weitere Person verhaftet und acht Verdächtige festgenommen. Ihnen wird unter anderem Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und Ausbeutung von Prostituierten vorgeworfen, so ein Sprecher der Bundespolizei in Siegen. Es gebe Haftbefehle gegen neun Haupttäter Haftbefehle, die im Laufe des Tages vollstreckt werden sollen.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Koblenz und des Bundeskriminalamtes liefen bereits seit April 2017.

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