Der Angeklagte muss sich wegen versuchten Totschlags verantworten.
Der Angeklagte muss sich wegen versuchten Totschlags verantworten.Foto-Quelle: Pixabay

Messerstecher (17) schockiert mit Geständnis: In meiner Kultur darf man töten

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Beitrag von News Team

Abdullah A. (17) muss sich vor dem Landgericht in Hannover wegen versuchten Totschlags verantworten – und versteht die Welt nicht mehr.

Der Syrer, der sich laut "Bild" selbst als "Muster-Flüchtling" bezeichnet, hatte im März die 24-jährige Vivien K. in einem Supermarkt niedergestochen und fast getötet.


Die Verkäuferin erlitt Rippenbrüche, Verletzungen an Leber, Magen, Niere und Darm. Milz und Teile der Bauchspeicheldrüsen mussten ihr entfernt werden. Sie lag im Koma. Von Reue beim Angeklagten ist dennoch keine Spur.

Täter verteidigt seine Attacke


Auslöser der Tat war ein Streit zwischen Viviens Freund (25) und dem Bruder (14) und Cousin des Täters. Der 17-Jährige eilte seinen Verwandten zu Hilfe, zu dritt verprügelten sie den 25-Jährigen. Als Vivien eingreifen wollte, stach Abdullah mit einer zehn Zentimeter langen Klinge zu.

Bereits vor dem Prozess gab der Anwalt des Täters eine schriftliche Erklärung im Namen seines Mandanten ab. Darin heißt es laut "Bild":

Der Beschuldigte kennt es aus seiner Kultur so, dass Konflikte mit dem Messer ausgetragen werden. Er beschreibt die regionalen Bräuche wie folgt: Wird man beleidigt, darf man zustechen. In schweren Fällen darf man die Person töten.
Er führt aus, dass sein Verhalten nach den religiösen Anforderungen nicht zu beanstanden war und begreift nicht, weshalb er in Haft sitzen muss.

Das Urteil soll am 11. September gesprochen werden.

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