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Chemnitz: 6 Verletzte, Sieg Heil und überforderte Polizei - Videos zeigen Nacht der Schande

News Team
Beitrag von News Team

In Chemnitz hatten AfD, Hooligans und Neonazis zu Demonstrationen aufgerufen. Zirka 3000 Menschen zogen zum Teil mit Hitler-Grüßen durch die Innenstadt. Diese Videos zeigen, was gestern Nacht geschehen ist.

Als sich die Ansammlung der Rechtsradikalen ohne Absprache mit der Polizei in Bewegung setzt, sind die Beamten vor Ort überfordert. Als einer der Demonstranten provokant den Arm zum Hitlergruß in Richtung der Ordnungskräfte hebt, können die nur zusehen.

Bei Laufzeit 00.30

Die Polizei registrierte die Hinweise zwar, konnte aber nicht eingreifen. Die Einsatzleitung war von der Menge der Teilnehmer überrascht worden. Es waren zu wenig Einsatzkräfte vor Ort.

Brandkörper werden gezündet

Die Polizisten vor Ort mussten wegen der Aggression gegen die Einsatzkräfte Maßnahmen zum Eigenschutz ergreifen.

Viele Reporter vor Ort brachen die Berichterstattung ab, weil sie sich nicht vor den gewaltbereiten Rechtsradikalen geschützt fühlten. Ein Video zeigt Demonstranten, die sichtlich aufgeputscht oder betrunken sind.

Was war geschehen?

Am Samstag, den 25.8.2018 war es am Rand eines Stadtfestes in Chemnitz zu einer Messerstecherei in der Nähe eines Geldautomaten gekommen. Dabei wurden drei Menschen mit Migrationshintergrund, zwei Deutsch-Russen und ein Kuba-Deutscher schwer verletzt, der Deutsch-Kubaner so schwer, dass er an den Verletzungen verstarb.

In den Online-Netzwerken wurde daraufhin das Gerücht verbreitet, die Verletzten hätten versucht eine Frau vor Nachstellungen zu schützen. Der Getötete sei durch 25 oder 28 Stiche "regelrecht abgeschlachtet" worden. Außerdem sei ein zweites Opfer ebenfalls verstorben. All diese Behauptungen waren lediglich Gerüchte.

Rechtsextreme Kreise nutzten die Bestürzung der Bevölkerung, um in deren Windschatten in Chemnitz auf die Straße zu gehen. Von Trauer ist bei Videos der Demonstration am Sonntag, dem 26.8.2018, wenig zu sehen. Die Opfer des Überfalls werden sogar als "Spacken" beleidigt.

Nachdem am Montag klar wurde, dass wegen der Messerstecherei ein Syrer und ein Iraker verhaftet wurden, sorgte das für weitere Mobilisierung, vor allem im Internet.

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