Nach Messermord von Chemnitz ermittelt die Polizei gegen Rechte wegen Geheim ...
Nach Messermord von Chemnitz ermittelt die Polizei gegen Rechte wegen Geheimnisverrats

Nach Messermord von Chemnitz ermittelt die Polizei gegen Rechte wegen Geheimnisverrats

News Team
Beitrag von News Team

Dem Sächsischen Staatsministerium der Justiz dringt auf Aufklärung eines Geheimnisverrats nach der tödlichen Messerattacke. Am Wochenende war ein 35-jähriger Deutscher mit kubanischen wurzeln erstochen worden. Tatverdächtige sitzen in U-Haft.

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Die Behörde beklagt, dass in den sozialen Medien der Haftbefehl gegen einen der Beschuldigten in dem Verfahren wegen des Tötungsdelikts am vergangenen Wochenende veröffentlicht wurde. "Der Sachverhalt muss nun schnellstens aufgeklärt und die notwendigen strafrechtlichen Konsequenzen gezogen werden", heißt es aus dem Justizministerium.

Der Vize-Innenminister sprach von einem Skandal.

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat deshalb bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und dieses dem Generalstaatsanwalt des Freistaates Sachsen zur Entscheidung über die Frage der Zuständigkeit vorgelegt. Der Generalstaatsanwalt hat daraufhin die Staatsanwaltschaft Dresden mit den Ermittlungen betraut.


„Das ist verantwortungslos, wenn solche Dokumente veröffentlicht werden. Denn das gefährdet das Strafverfahren letzen Endes selbst. Im schlimmsten Fall werden Zeugen beeinflusst“, sagte Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow zu "Bild". Dem Tatverdächtigen drohen wegen des Geheimnisverrats bis zu fünf Jahre Haft.

Nach Angaben von FOCUS Online hatten Rechtsradikale das Dokument veröffentlicht. Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann und die Initiative „Pro Chemnitz“ veröffentlichten das vertrauliche Dokument teils mit Schwärzungen auf Facebook.

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