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Kandel: Mordfall Mia (15) - Staatsanwaltschaft legt Revision ein

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Beitrag von News Team

Im Fall des tödlichen Messerangriffs auf die 15-jährige Mia aus Kandel hat die Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landgerichts in Landau Revision eingelegt. Dieser Schritt ermögliche den Staatsanwälten, nach Zustellung des Urteils die schriftliche Urteilsbegründung zu prüfen, teilte das Organ am Mittwoch mit.

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„Sodann wird die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob die Revision mit Aussicht auf Erfolg durchgeführt werden kann und aufrechterhalten wird. Diese Entscheidung hat die Staatsanwaltschaft binnen eines Monats nach Zustellung des schriftlichen Urteils zu treffen“, heißt es in der schriftlichen Mitteilung. Die öffentlichen Ankläger hatten die Höchststrafe von zehn Jahren gefordert.

Im Rahmen einer Revision könne das angefochtene Urteil lediglich auf Rechtsfehler überprüft werden. Grundlage der revisionsrechtlichen Prüfung seien dabei die schriftlichen Urteilsgründe. Die Revision sei also keine weitere Tatsacheninstanz. Eine eigene Beweisaufnahme zur Schuld- und Straffrage finde bei dem Revisionsgericht nicht statt.

Für die Messerattacke auf die 15-jährigen Pfälzerin am 27. Dezember 2017 hatte das Landgericht am Montag den Flüchtling Abdul D. zu achteinhalb Jahren Haftstrafe verurteilt. Dabei kam das Jugendstrafrecht zur Anwendung, da der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat noch minderjährig war. Die Verteidigung nahm die Strafe an.

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