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Lebenslange Haft für Folterpaar aus Höxter gefordert - Expertin erklärt, wie die beiden tickten

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Beitrag von News Team

Mit ihren Taten schockierten Angelika (49) und Wilfried W. (48) aus Höxter das ganze Land: In ihrem Haus in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt sollen sie über Jahre hinweg mehrere Frauen körperlich und psychisch misshandelt haben - zwei kamen dabei ums Leben. Als ihr Prozess sich nun dem Ende zuneigt, fordert die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für die Täter.

IM VIDEO | So tickt das Folterpaar aus Höxter


Angelika und Wilfried W. wurden wegen Mordes durch unterlassen angeklagt. Für Oberstaatsanwalt ist es im Laufe des Verfahrens bewiesen worden, außerdem fordert er eine Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Dadurch wäre eine frühzeitige Haftentlassung bereits nach 15 Jahren ausgeschlossen. Auch eine Unterbringung in der Psychiatrie wäre denkbar.

Als die nach Ostwestfalen gelockten Frauen im Haus der Paares in Höxter ankamen, zwangen die beiden sie dazu, eine schriftliche Einverständniserklärung abzugeben. Dann wurden sie seelisch und zum Teil schwer körperlich misshandelt. Für eine Kriminalpsychologin zeugt dieses Verhalten von „strategischem Vorgehen“.

Tonangebend während der Quälereien soll Wilfried gewesen sein, erklärte eine Polizistin, nachdem sie rund 7500 Sprachnachrichten des Paares auswertete. Den inzwischen 48-Jährigen beschrieb die Beamtin als hochgradig manipulativ, intrigant und sexistisch. Im Prozess beschuldigen sich die beiden aber gegenseitig, für die Taten verantwortlich gewesen zu sein.

In den kommenden Tagen werden die beiden Verteidiger ihre Plädoyers vor Gericht ablegen. Anschließend haben dann auch die Angeklagten die Möglichkeit, ein letztes Mal auszusagen. Das Urteil dürfte spätestens bis Ende Oktober fallen.

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