Messerstecher von Chemnitz: Daran soll seine Abschiebung gescheitert sein
Messerstecher von Chemnitz: Daran soll seine Abschiebung gescheitert seinFoto-Quelle: Pixabay

Messerstecher von Chemnitz: Daran soll seine Abschiebung gescheitert sein

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Beitrag von News Team

Am 26. August wird der 35-jährige Daniel H. auf einem Festgelände in Chemnitz niedergestochen. Der mutmaßliche Täter ist ein bereits 2016 abgelehnter Asylbewerber, den die Behörden nicht aus dem Land ausgewiesen hatten. Der Grund soll ein Aktenfehler beim Bundesministerium für Asyl und Flüchtlinge gewesen sein.

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Eigentlich hätte Yousif A. Deutschland bis November 2016 verlassen sollen. Die Abschiebefrist war der Ausländerbehörde in Chemnitz in einem Brief des BAMF mitgeteilt worden. Doch wegen eines nun bekanntgewordenen Fehlers ist es nie zu einer Abschiebung gekommen.

Einem Sprecher der Chemnitzer Behörde zufolge sei die Frist „nicht in die Akte übertragen“ worden, wie die „Bild am Sonntag“ berichtet. Man sei davon ausgegangen, nur bis August Zeit zu haben. Doch weil die Zeit als zu kurz erschien, habe man alle Abschiebevorbereitungen am 21. Juli 2016 eingestellt.

Zuletzt hatte der sächsische Ministerpräsident, Michael Kretschmer (CDU), das BAMF für die erfolglose Abschiebung verantwortlich gemacht. Er soll am 31. August intern über den Fehler informiert worden sein, weicht aber bis heute bei entsprechenden Nachfragen aus.

Tatverdächtiger auf der Flucht

Neben Yousif A. und einem zweiten Verdächtigen sucht die Polizei seit Tagen nach einem dritten Mann, der an der Messerattacke auf den 35-Jährigen beteiligt gewesen sein soll (wize.life berichtete). Es handelt sich dabei um einen 22-jährigen Asylbewerber aus dem Irak.

Seit Dienstag fahndet die Polizei nach Farhad A. aus dem Irak
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