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Köthen: Das sagt jetzt die Staatsanwaltschaft zu den Todesumständen

News Team
12.09.2018, 15:55 Uhr
Beitrag von News Team

Auf einer Pressekonferenz zu dem Mord an einem 22-jährigen Mann am Samstag in Köthen (Sachsen-Anhalt) haben die Staatsanwaltschaft und die Gerichtsmedizin weitere Details zu den Ermittlungen bekannt gegeben. Insbesondere die Annahme, das Opfer sei „zu Tode geprügelt“ stimmte nicht mit den Fakten überein.

IM VIDEO | 22-jähriger Köthener starb an Herzinfarkt


Laut den Ermittlern ist der 22-Jährige infolge eines Herzinfarkts gestorben, wie schon am Sonntag bekannt gegeben worden war. Während des Streits mit drei Afghanen auf einem Kinderparkplatz soll das Opfer einen Faustschlag bekommen haben. Die Annahme, der Mann sei festgehalten und anschließend zu Tode geprügelt, stimme nicht zu.

Dem Direktor des Instituts für Gerichtsmedizin der Uniklinik Halle zufolge hatte das Opfer seit der Geburt eine Fehlbildung am Herzen gehabt: „Er war schwer krank. Es hätte bei ihm jederzeit zu einem Herzinfarkt kommen können.“ Der Vorwurf, dies sei eine „Gefälligkeitsdiagnose“ wies die Staatsanwaltschaft außerdem zurück.

Keine Nachlässigkeit bei den Ermittlungen

Auch der Vorwurf, die Ermittler seien bei ihrer Arbeit nachlässig gewesen, wies die Staatsanwaltschaft zurück. Unter anderen hatte ein AfD-Abgeordneter die Aussagen der Landesregierung zu den Todesumständen angezweifelt. In einer Sprachnachricht soll eine mögliche Zeugin die Umstände anders als die Behörden geschildert haben.

Nach dem Mord an dem 22-Jährigen versammelten sich am Sonntagabend rund 2500 Menschen - unter ihnen etwa 500 Rechtsextreme - zu einer Kundgebung in Köthen. Auch am Montagabend fand eine Demonstration statt, nachdem die AfD dazu aufgerufen hatte. Bis zu 550 Menschen sollen an dem „Trauermarsch“ teilgenommen haben.

feb

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