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Nach Festnahme von Bernhard H. (57): Langzeit-Vermisste Maria (18) erzählte nicht die Wahrheit

News Team
Beitrag von News Team

Fünf Jahre lang fehlte von Maria H. (18) jede Spur. Anfang September meldete sie sich plötzlich bei ihrer Familie. Die junge Frau hatte die letzten Jahre in Italien gelebt, ist mittlerweile wieder bei ihrer Mutter Monika B. in Freiburg. Wenige Tage nach Marias Rückkehr wurde ihr per internationalen Haftbefehl gesuchter Begleiter, Bernhard H. (57), ebenfalls in Italien festgenommen.


Bei der Polizei gab Maria zu Protokoll, ihren Begleiter nach kurzer Zeit verlassen zu haben. Ihre Version, wonach sie dann mit dem Fahrrad über Osteuropa nach Italien gefahren war und dort jahrelang alleine gelebt hatte, klang von Beginn an zweifelhaft.

Mittlerweile ist klar: Maria sagte nicht die Wahrheit. Wie die Polizei mitteilte, kontaktierte die 18-Jährige die Beamten nach der Verhaftung des Gesuchten, um ihre Aussage zu korrigieren.

Maria lebte gemeinsam mit H. in Italien


Demnach habe sie im Sommer 2013 Polen gemeinsam mit H. verlassen. Sie waren zusammen mit dem Fahrrad bis nach Italien gefahren, um sich dort niederzulassen. Vor zwei Jahren bezogen sie – ebenfalls gemeinsam – eine Wohnung auf Sizilien. Um sich den Lebensunterhalt zu finanzieren, jobbten beide als Tagelöhner.

Über die Art der Beziehung zwischen Maria und dem 40 Jahre älteren Mann, machte die Polizei keine Angaben.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ermittlungen werden hierzu gegenwärtig keine Inhalte veröffentlicht.


Mutter: "Mein Kind wurde manipuliert"


Marias Mutter äußerte sich jedoch auf Facebook bezüglich der neusten Entwicklungen. Ihre Tochter hätte ihre ursprünglichen Aussagen gemacht, um Haase zu schützen.

Noch immer ist ihr noch nicht so richtig klar, dass Täter Leben zerstören und nicht diejenigen, die über eine Tat berichten,

schreibt Monika B.

Sie hätte ihrer Tochter aus Freude über ihre Rückkehr alles geglaubt. Aber es sei ihr bis vor ein paar Tagen nicht klar gewesen, "in welchem Maß mein Kind manipuliert war und leider auch noch immer ist."

Um Spekulationen im Keim zu ersticken, fügte sie hinzu:

Nein, sie wurde von Herrn H. nicht an eine Mauer gekettet. Ihre Ketten und Mauern wurden in ihrem Innern von ihm errichtet.

Gegen H. wird wegen Kindesentzug und des Verdachts auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger ermittelt. Bei seiner Festnahme hatte er mehrere tausend Euro und Handys dabei. Der 57-Jährige befindet sich noch immer in Italien und soll in Kürze nach Deutschland ausgeliefert werden.

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