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Mordfall Peggy (†9): Beschuldigter nach Razzia erneut verhört - Wackliges Alibi für Tatzeitpunkt

News Team
Beitrag von News Team

Steht der Mordfall Peggy Knobloch (†9) nach 17 Jahren kurz vor der Auflösung? Das Mädchen war 2001 auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. 15 Jahre später wurden Knochenteile in einem Wald 20 km vom Wohnort entfernt gefunden. Nach einer Razzia und stundenlanger Vernehmung durch die Polizei am Mittwoch ist der Beschuldigte Manuel S. (41) aus Marktleuthen am Donnerstag erneut verhört worden.


Die Polizei bestätigte laut "Bild", dass der 41-Jährige als Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren wegen Mordes gelte. Erst gegen 14 Uhr kehrte der Mann, der mittlerweile als Bestatter arbeitet, nach Hause zurück. Der Zeitung sagte er:

Ich weiß nicht, was das soll. Die suchen halt jemanden. Man rechnet nicht damit, dass man von der Polizei befragt wird.

Dass die Polizei ihn zur Vernehmung bat, sei ein Schock gewesen.

Gefundene Knochenteile als Grund für Razzia


Grund für die Razzia am Mittwoch sei eine "Neubewertung bereits bestehender polizeilicher Erkenntnisse zusammen mit jetzt vorliegenden Untersuchungsergebnissen von am Fundort in Rodacherbrunn sichergestellten Spuren", so die Ermittler.

Im Klartext bedeutet das: Die im Sommer 2016 durch einen Pilzsammler gefundenen Knochenteile von Peggys Skelett haben Manuel S. wieder in den Fokus der Ermittlungen gerückt.
Es ist nicht das erste Mal.

Bereits nach Peggys Verschwinden am 7. Mai 2001 hatten sich die Ermittler schon einmal auf Manuel S. konzentriert. Es bestand der Verdacht, dass er die Leiche des Mädchens transportiert hatte.

Kein wasserdichtes Alibi


Belastend ist auch, dass der 41-Jährige kein wasserdichtes Alibi hat. Peggy war auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Am selben Tag, der zugleich auch der Geburtstag von Manuel S. ist, habe der Beschuldigte Urlaub gehabt. Er sei vormittags am Landwirtschaftsamt und nachmittags beim Finanzamt gewesen. Genau in der Zeit dazwischen verschwand das Mädchen.

Zudem besaß Manuel S. damals in Peggys Wohnort Lichtenberg in Nordbayern ein Haus, das er seinerzeit renovierte. Und ein weiterer Zeuge, Ulvi K., hatte S. schwer belastet. Demnach soll S. gesagt haben: "Die Peggy möchte ich auch mal f*****."

Ulvi K. war 2004 fälschlicherweise wegen Mordes an Peggy verurteilt worden. Zehn Jahre später wurde der geistig zurückgebliebene Mann in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen.

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