Mit Hieben gezüchtigt: Mädchen (12) von den eigenen Eltern schwer körperlich ...
Mit Hieben gezüchtigt: Mädchen (12) von den eigenen Eltern schwer körperlich missbrauchtFoto-Quelle: Pixabay

Mit Hieben gezüchtigt: Mädchen (12) von den eigenen Eltern schwer körperlich missbraucht

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Beitrag von News Team

Dramatische Szenen in einer Dresdener Wohnung: Weil ein zwölfjähriges Mädchen ohne Bescheid zu sagen eine Freundin besucht, sehen die Eltern darin einen Grund, die Tochter körperlich zu züchtigen. Am nächsten Tag entdeckt eine Mitschülerin die Hämatome am Körper der Freundin - und schlägt Alarm.

Mit dem Smartphone fotografierte das Mädchen die Verletzungen der 12-Jährigen und erfuhr, wie am Tag zuvor die Freundin misshandelt worden war. Noch als sie weg war, hatte ihr die Mutter (39) eine SMS geschickt und mitgeteilt, was ihr bevorstehe, wenn sie zu Hause ankommt.

Als das Mädchen heimkam, sagte ihr der Stiefvater (38), sie soll sich mit dem Gesicht zur Wand stellen. Dann fing ihr Martyrium an. Mit einer Verteilersteckdose verpasste ihr der 38-Jährige 20 Schläge. Hämatome bekam sie am Rücken, Hals, an den Armen und Beinen.

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Stiefvater: „Ich war damals überfordert“

Die erschütternden Fotografien zeigte die Freundin nach der Schule ihren Eltern. Das Paar alarmierte umgehend das Jugendamt, das das misshandelte Kind in Obhut nahm. Gegen die Eltern der 12-Jährigen wurde ermittelt und schließlich Anklage erhoben.

Vor Gericht räumte der Stiefvater nun ein, das Mädchen mit dem Kabel verdroschen zu haben. „Ja, ich habe es getan. Ich war damals überfordert“, soll der Mann nach Angaben von „Tag24“ vor Gericht gesagt haben“.

Nach einem Aufenthalt bei dem Onkel lebt die 12-Jährige inzwischen wieder bei der Mutter und dem Stiefvater. Daraufhin angesprochen, sagte der 38-Jährige, alles laufe „harmonisch“, „wie bei einer normalen Familie“. Die Mutter wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

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