Im Höllengebirge verschwand 1943 der damals 17-jährige Georg Koppelstätter.
Im Höllengebirge verschwand 1943 der damals 17-jährige Georg Koppelstätter.Foto-Quelle: Pixabay

Nach 75 Jahren aufgeklärt: Ältester Vermisstenfall in Österreich gelöst

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Beitrag von News Team

Seit 1943 wurde Georg Koppelstätter vermisst. Er wollte auf einer Berghütte seinen 17. Geburtstag feiern und kam nie wieder zurück. 75 Jahre später konnte der älteste Vermisstenfall Österreichs nun aufgeklärt werden.

Nach 75 Jahren konnte nun das Schicksal des Vermissten Georg "Schoschi" Koppelstätter aufgeklärt werden, wie die österreichische "Kronen Zeitung" berichtet. In einer Höhle in den Bergen Österreichs wurde eine Leiche geborgen. Man ist sich sicher, dass es sich um die Überreste des damals 17-Jährigen handelt.


Die Hintergründe

Am Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertags 1943 brachen Georg Koppelstätter und seine Freunde zur Rieder Hütte im Höllengebirge auf, um dort seinen Geburtstag zu feiern. Ausgestattet mit Kuchen und einige Flaschen Most machten sie sich zu der auf 1800 Metern Höhe liegenden Hütte auf.

Dort angekommen merkte Schorschi, dass er seine Ziehharmonika in der Bergstation der Seilbahn liegen gelassen hatte, wie es bei der "Kronen Zeitung" weiter heißt. Deshalb machte er sich auf Skiern auf den Weg dorthin. Seit dem wurde der Jugendliche nie wieder gesehen.

Schon 2016 fand ein Höhlenforscher ein menschliches Skelett und Holzskier in einer Felsspalte. Durch starke Schneefälle konnten die Gebeine jedoch nicht geborgen werden. Erst im September 2018 wurde die Leiche identifiziert: es handelt sich um Schorschis sterbliche Überreste. Er wurde Anfang Oktober im Grab seiner Eltern beigesetzt.

Das Leid der Familie Koppelstätter

Schorschis Familie zerbrach am Leid über das Verschwinden ihres Sohnes. Die Eltern hielten bis zuletzt daran fest, dass ihr Junge irgendwann zurückkommen würde. Besonders der Vater machte sich schwere Vorwürfe, da er den Ausflug trotz bedenken seiner Frau erlaubt hatte, so die Zeitung.

Die Eltern waren so verzweifelt, dass sie sogar einem Betrüger glaubten, der sich als Schorschi ausgab und ihnen aus Frankreich Briefe schickte. Sie ließen ihm hohe Geldsummen zukommen, bis er sich nicht mehr meldete. Der größte Wunsch der Eltern war es im Tode mit ihrem Sohn wieder vereint zu werden. Das ist nach Schorschis Beerdigung im Oktober nun endlich möglich.

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