Ein Plettenberger zeigte sich freizügig im Videochat mit einer unbekannten F ...
Ein Plettenberger zeigte sich freizügig im Videochat mit einer unbekannten Frau und wurde erpresst.Foto-Quelle: Pixabay

Sex-Erpressung über Facebook: Mann aus Plettenberg soll nach Videochat hohe Geldsumme zahlen

News Team
Beitrag von News Team

Ein Plettenberger ist Opfer einer "Sextortion" geworden, einer organisierten Erpressung mit sexuellem Hintergrund. Er hatte über das soziale Netzwerk Facebook eine Frau kennengelernt. Erst brachte die Dame ihn zu sexuellen Handlungen vor der Webcam, dann erpresste sie ihn.

Erpressung mit freizügigen Aufnahmen

Der Plettenberger ist auf einen bekannten Trick hereingefallen, der "Sextortion" genannt wird. Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern Sex und Extortion ("Erpressung") zusammen. Es beginnt oft mit einem harmlosen Flirt. Bei diesem Phänomen bringen Betrüger ihre Opfer dazu, sich vor der Webcam auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen. Anschließend erpressen sie die Adressaten und fordern hohe Geldsummen.

Es gibt auch eine Variante der "Sextortion", indem die Täter einfach auf Verdacht Erpresserschreiben per E-Mail verschicken. Auch in diesem Fall behaupten die Erpresser, kompromittierende Sexvideos aufgenommen zu haben. Sie schreiben, dass sie sich auf den Computer ihrer Opfer gehackt und dann Aufnahmen gemacht haben.

Plettenberger tappte in Sex-Falle

Der Mann aus Plettenberg solle einen vierstelligen Euro-Betrag überweisen, andernfalls wolle die Erpresserin das Video veröffentlichen. Das Opfer transferierte über Zahlungsdienste Geld an einen Empfänger im Ausland. Unter dieser Bedingung versprach die Erpresserin, den Film zu löschen. Doch tatsächlich stellte sie weitere Geldforderungen. Darauf ließ sich der Mann jedoch nicht mehr ein, fasste sich ein Herz, marschierte zur Polizei und erstattete Anzeige.

So sollten Betroffene handeln

Die Polizei warnt dringend davor, auf die Forderungen einzugehen. Wird in den Mails ein bekanntes Passwort genannt, sollte dieses umgehend geändert werden. Der Kontakt mit dem Erpresser sollte sofort abgebrochen werden. Sichern Sie Chatverläufe und Nachrichten per Bildschirmfoto ("Screenshot") und erstatten Sie Anzeige.

Kontakten Sie, wenn möglich, den Betreiber der Internet-Seite und veranlassen Sie die Löschung des Bildmaterials.

Unangemessene Inhalte lassen sich beim Seitenbetreiber über eigens hierfür eingerichtete Buttons melden. Nutzer sozialer Medien können sich vorbeugend schützen. Auch wenn die Versuchung noch so groß ist: Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen an, erst recht nicht von freizügig bekleideten Frauen, die auf anderen Kontinenten leben.

Prüfen Sie regelmäßig Ihre Account- und Privatsphäre-Einstellungen. Verzichten Sie darauf, jedermann persönliche Daten zugänglich zu machen. Dazu gehören auch Adresse oder Geburtsdatum.

Stimmen Sie nicht ohne weiteres einem Videochat zu. Im Zweifel kleben Sie die Chatkamera zunächst ab.

Generell sollten wir die Kamera immer abgeklebt haben. Denn bestimmte Schadstoff-Software kann tatsächlich unbemerkt die Webcam aktivieren. Lehnen Sie Entblößungen oder intime Handlungen vor Personen ab, die Sie erst seit kurzem kennen. Halten Sie Betriebs- und Virenschutzsysteme auf aktuellem Stand.

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