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Christian M. (20) aus Leisnig: Der Student wird seit dem 1. Januar vermisst.
Christian M. (20) aus Leisnig: Der Student wird seit dem 1. Januar vermisst.Foto-Quelle: Polizei / wize.life

Leisnig: Sohn Christian (20) seit Silvester vermisst - Eltern bitten um Hilfe

News Team
Beitrag von News Team

Döbeln/Chemnitz (Sachsen). Seit dem Neujahrstag wird der 20-jährige Student Christian M. aus Leisnig vermisst. Der junge Mann hatte am Silvesterabend eine Feier in seinem Heimatort besucht und sollte in der Nacht auf den 1. Januar im Haus der Eltern übernachten. Doch dorthin kehrte er nicht zurück.

Wie die „Leipziger Volkszeitung“ unter Berufung auf die Polizei berichtet, wurde Christian zum letzten Mal gegen 3.30 Uhr in der Nacht auf Dienstag am sogenannten „Schloßberg“ in Leisnig gesehen. Als er am Morgen danach nicht zu Hause war und telefonisch nicht erreichbar werden konnte, alarmierten seine Eltern die Polizei.

Der „Leipziger Volkszeitung“ erzählten Christians Eltern, ihr Sohn habe nach der Silversterfeier zwar seine Tasche nach Hause gebracht, das Haus aber vermutlich wenig später wieder verlassen. Zeugenaussagen zufolge hatte Christian davor einem Rentnerpaar auf einer Brücke über dem Fluss Mulde geholfen.

Christian M. (20) aus Leisnig: Der Student wird seit dem 1. Januar vermisst.
Christian M. (20) aus Leisnig: Der Student wird seit dem 1. Januar vermisst.Foto-Quelle: Polizei

Wurde Christian Opfer einer Straftat?

Für Christians Vater, Dirk M., könnte der Sohn Opfer eines Verbrechens geworden sein: „Ich denke, er verlor dabei [als er dem Rentnerpaar half] sein Portemonnaie. Als er das bemerkte und zurückkam, muss ihm etwas Schreckliches zugestoßen sein“, sagte er in einem Gespräch mit der „Bild“.

Den Ermittlern zufolge fanden Zeugen am 1. Januar zwischen 10 und 11 Uhr unter anderem Kleidung und persönliche Dokumente des 20-Jährigen auf einer Fußgängerbrücke in der Nähe des Schloßbergs. Christians Portemonnaie, sein Smartphone und 200 Euro waren allerdings nicht dabei.

Polizei sieht keinen Anhaltspunkt für ein Verbrechen

Doch ein Detail in der Geschichte beunruhigt Vater Dirk: „Es hatte die Nacht über geregnet, die Jacke war [am nächsten Tag] aber ziemlich trocken“, sagte er der „Bild“. Könnte sie möglicherweise erst kurz vor 10 Uhr auf der Brücke abgelegt worden sein?, fragt er sich und deutet auf ein mögliches Verbrechen hin.

Im Gespräch mit der „Leipziger Volkszeitung“ erklärte Polizeisprecherin Jana Ulbricht, einen konkreten Anhaltspunkt für eine Straftat gebe es trotz allem im Moment noch nicht. Die Ermittlungen müsse die Polizei wie in einem Vermisstenfall führen, also im Rahmen des allgemeinen Gefahrenabwehrrechts.

So wird zum Beispiel Christians Bankkonto überwacht, auch eine Handy-Ortung habe die Polizei bereits durchgeführt. Diese sei allerdings ergebnislos ausgegangen, da das Gerät ausgeschaltet war.

Polizei und Eltern bitten um Hilfe

Mehr Aufschluss würde laut Polizeisprecherin Ulbricht eine Funkzellenauswertung ermöglichen. Diese sei jedoch sehr umfangreich und aufwendig, da dabei sämtliche Kommunikationsdaten aller Mobiltelefone einer Funkzelle ausgewertet werden. Dafür seien aber robuste Indizien für eine Straftat unentbehrlich.

Bis dahin bitten die Polizei und die Eltern weiterhin um Unterstützung bei der Suche nach Christian. Wer hat ihn seit 3.30 Uhr am 1. Januar gesehen? Wer kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen? Hinweise nimmt das Polizeirevier in Döbeln unter der Telefonnummer (03431) 6590 entgegen.


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