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Teppich aus tausenden von toten Weißfischen im Stadthafen von Wolgast

Wolgast: Ursache für Tod tausender Fische gefunden

Von News Team - Freitag, 01.02.2019 - 17:04 Uhr

Es ist ein verstörender Anblick: Die Wasserschutzpolizei in Wolgast hat ein Foto von tausenden toten Fischen veröffentlicht. Diese trieben an diesem Donnerstagvormittag im Hafen der kleinen Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Nun steht die Ursache für das Fischsterben wohl fest.

Update am 1.02.2019, 17 Uhr:
Am heutigen haben die Beamten der Wasserpolizei in Wolgast weiterführende Ermittlungen zum Fischsterben im Stadthafen durchgeführt. "In Anbetracht der vorliegenden Erkenntnisse verdichten sich die Tatsachen, dass das Fischsterben auf Betriebsvorgänge im Bereich der Peene Werft zurückzuführen ist", heißt es in einer Mitteilung. Auf Grund einer längeren Öffnungszeit des Docks über mehrere Monate hätten die Fische das stehende Wasser im Dockbecken möglicherweise als Winterlager genutzt. Deshalb die enorme Zahl an Fischen.

Beim Auspumpen des Dockbeckens (174 Meter lang, 30 Meter breit, 8 Meter tief) wurden diese offensichtlich durch die sehr starken Dockpumpen angesogen und verendeten dabei. "Die vorherrschenden hydrometeorologischen Bedingungen sorgten dann für die konzentrierte Ansammlung der Fischkadaver im Wolgaster Stadthafen", so die Polizei.

Bei dem Dock handelt es sich nach Polizeiangaben um ein zertifiziertes Dock, das erst im Herbst 2018 durch Sachverständige überprüft und abgenommen wurde. Das Trockendock wurde laut Auskunft der Werft seit den 90er-Jahren ohne vergleichbare Zwischenfälle genutzt. Dieser aktuelle Vorfall ist möglicherweise auf ein Zusammentreffen unglücklicher Umstände zurückzuführen.

Erstmeldung vom Donnerstag 31.01.2019:
Der "Teppich" aus tausenden von toten Weißfischen erstreckte sich auf einer Fläche von 3 mal 50 Meter. "Auffällig waren die teils mechanischen Einwirkungen auf die Fische, wie abgerissenen Köpfe sowie herausgerissene Schwimmblasen", wie die Polizei mitteilte.

Im Zusammenhang mit dem Fischsterben wurden die zuständigen Behörden, wie die untere Naturschutzbehörde, das Veterinäramt des Landkreises, das STALU Vorpommern sowie die Stadt Wolgast informiert. Die Behörden werden die Kadaver auch entsorgen.

Beamte der Wasserschutzpolizei in Wolgast entnahmen bereits Fisch- und Gewässerproben. Laut Mitteilung haben erstrecken sich die Ermittlungen auf Umwelt- und Tierschutzdelikte.

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