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Sechs Monate lang quälte Alexandra M. ihren dreijährigen Pflegesohn, ihr Man ...
Sechs Monate lang quälte Alexandra M. ihren dreijährigen Pflegesohn, ihr Mann sah zu. Nun muss sich das Paar vor Gericht verantworten.Foto-Quelle: Pixabay (Symbolbild)

Horror bei den Pflegeeltern Folter-Mutter prügelt Pflegesohn (3) krankenhausreif

Von News Team - Dienstag, 12.02.2019 - 12:28 Uhr

Nachdem ein dreijähriger Junge in einer Pflegefamilie untergebracht wird, misshandelt seine Pflegemutter ihn mehrfach. Neben Schlägen quält sie ihn mit kalten Duschen und spärlichen Mahlzeiten, manchmal wird das Kind sogar ohne Abendessen ins Bett geschickt - der Vater sieht nur zu. Nun müssen sich Pflegeeltern Markus und Alexandra M. aus Brühl (Rhein-Neckar-Kreis) vor Gericht verantworten.

Darüber berichtet unter anderem die „Bild“. Laut Anklage sollen die Missbräuche circa sechs Monate nach der Unterbringung des Dreijährigen in seiner Pflegefamilie angefangen haben. „Am 30. Dezember 2016 kam Justin zu der Pflegefamilie. Zunächst kümmerten sich die Angeklagten liebevoll um ihn, doch das änderte sich seit dem 1. Juli 2017“, sagte Staatsanwalt Tobias Lutz am Dienstag vor Gericht in Mannheim.


Das erste Mal wird Justin von seinem Pflegevater „nur“ mit der Hand aufs Gesäß geschlagen, bald entwickeln sich die Bestrafungsmethoden des Paares aber zur puren Quälerei.„Sie [Alexandra] schickte ihn drei bis vier Wochen ohne oder mit nicht genug Essen ins Bett. Durch die Mangelerscheinungen bekam Justin ganz schütteres Haar“, so Staatsanwalt Lutz weiter.

Wenn der Dreijährige schmutzig nach Hause kam, soll die Pflegemutter ihn mit einer kalten Dusche bestraft haben, heißt es weiter in der Anklage. Zudem habe sie ihn mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen, ihn gegen Möbel und die Heizung geschleudert. Einmal habe Alexandra M. ihren Pflegesohn die Hand derart fest zusammengedrückt, dass der Junge eine Mittelhandfraktur erlitt.

(Fortsetzung des Artikels nach dem Video)

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Pflegeeltern angeklagt

Am 22. September 2017 kam Justin schließlich völlig unterernährt in die Mannheimer Uniklinik. Laut „Bild“ wurden an ihm auch eine Leberprellung, eine Kinnplatzwunde, zahlreiche Brüche der Hand sowie Schlüsselbeinbruch festgestellt. Der Dreijährige musste zehn Tage stationär behandelt werden, nach seiner Entlassung wurde er einer anderen Pflegefamilie übergegeben.

Alexandra M. wirft die Staatsanwaltschaft nun Körperverletzung und Misshandlung Schutzbefohlener vor, ihrem Mann Markus M. - weil er von den Missbräuchen wusste, seinem Kind aber trotzdem nicht half - Körperverletzung und Misshandlung durch Unterlassung. Das Urteil vor dem Gericht in Mannheim wird laut „Bild“ für den 28. Februar erwartet.

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