wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
► Video
Momo verbreitet derzeit wieder Angst und Schrecken

Mädchen (13) wollte sich das Leben nehmen - Polizei München dementiert "Momo"-Gerüchte

Von News Team - Samstag, 16.03.2019 - 09:02 Uhr

Gerade verbreitet sich das „Momo“ genannte Schreckgesicht wieder auf WhatsApp und in anderen sozialen Medien. Empfänger werden bei der Challenge unter Druck gesetzt, den Kettenbrief zu verbreiten - doch das ist strafbar.

Wie der "Bayerische Rundfunk" berichtete, war die Horrorfigur vergangene Woche auf dem Handy einer 13-Jährigen aus München aufgetaucht. Erpressungsversuche der Gruselfigur hätten das Mädchen stark unter Druck gesetzt. Mit der Folge, dass es sich innerhalb kürzester Zeit völlig verändert habe. Schließlich schluckte die 13-Jährige Tabletten, um sich das Leben zu nehmen. Die Eltern fanden ihre Tochter noch rechtzeitig und brachten sie in ein Krankenhaus. Die bayerische Polizei berichtet nun: Es gab andere Gründe für den Suizid-Versuch.

Momo-Challenge nicht Grund für Suizid-Versuch

Die Polizei ging den Hinweisen zu einer möglichen Beeinflussung durch die "Momo Challenge" nach, doch diese stellten sich als falsch heraus. Laut Polizei München sei nicht Momo sondern private Gründe der Grund für den Medikamentenintoxikation gewesen.

Kettenbrief wendet sich insbesondere an Kinder

Die Münchner Polizei hatte im Zuge der Ermittlungen zu diesem Fall vor der „Momo Challenge“ gewarnt. Dabei werden insbesondere Kinder und Jugendliche über verschiedene Plattformen wie beispielsweise WhatsApp und Messenger zu einer Kontaktaufnahme mit einer animierten Gruselfigur aufgefordert. Dazu kommen weitere Aufgaben.

Empfänger werden unter Druck gesetzt

Empfänger werden außerdem gedrängt, die Teilnahmeaufforderung an Freunde und Bekannte weiterzuleiten. Andernfalls werden drastische Konsequenzen angedroht.

Auf diese Weise wird auf die Betroffenen - meist über einen längeren Zeitraum hinweg - ein psychischer Druck aufgebaut, der zu gefährlichen Situationen führen kann, wie die Münchner Polizei am Mittwoch warnte. Bisweilen werden auch kriminelle Aktivitäten eingefordert. 

Weiterleitung ist strafbar

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass die Verbreitung von Teilnahmeaufforderungen mit vorsätzlichen Drohungen eine Straftat darstellt und dementsprechend als Nötigung verfolgt wird. 

Grundsätzlich sollten Erziehungsberechtigte ihre Kinder über einen sorgsamen Umgang mit Medien aller Art sensibilisieren, heißt es weiter.

Im Hinblick auf die Verbreitung sogenannter Kettenbriefe gilt insbesondere:

  • Ungewöhnliche Nachrichten mit nahestehenden Personen besprechen
  • Kettenbrief keinesfalls weiterschicken, sondern löschen
  • Keine persönlichen Daten preisgeben
  • Keine Anhänge oder Verknüpfungen (Links) öffnen
  • Unbekannte Rufnummern blockieren oder sperren
  • Sie können eine Anzeige bei der Polizei erstatten, wenn es für den Empfänger zu bedrohlichen Zwangssituation kam

Weitere Informationen zum Thema Internetsicherheit findet ihr unter
https://www.klicksafe.de kindgerecht aufbereitet.

Auch interessant:
Falsches WhatsApp-Update verbreitet Schadsoftware

1 Kommentar

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Merci , habs gelesen ! Bon jour und n n scheene Daach
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren